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Eilenburg Sprotta: Feuerwehren üben Rettung aus Unfallautos
Region Eilenburg Sprotta: Feuerwehren üben Rettung aus Unfallautos
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10:12 21.08.2019
Blick auf eine hydraulische Rettungsschere, die bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen zum Einsatz kommt. Quelle: Feuerwehr Sprotta
Sprotta

Wenn sich auf der Bundesstraße 87 im Bereich der Gemeinde Doberschütz Unfälle mit eingeklemmten Personen ereignen, kommt der südliche Löschzug Doberschütz/Sprotta zum Einsatz. Die Kameraden retten dann die Verunglückten, die schnell auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Damit alles klappt, müssen die Feuerwehrleute regelmäßig üben wie jüngst im Gewerbegebiet Sprotta-Paschwitz. Wir sprachen darüber mit Feuerwehrmann Fabian Beuche (34) von der Sprottaer Feuerwehr.

Fabian Beuche. Quelle: privat

Herr Beuche, wie oft spielen Sie so ein Szenario durch?

Im Dienstplan steht zweimal jährlich eine Übung zur technischen Hilfeleistung. Dieses Mal zusammen mit den Doberschützer Kameraden, bei der ein Auto mittels hydraulischem Schneider und Spreizer geöffnet wurde. Solche Übungen sind wichtig. Allein im ersten Halbjahr gab es vier schwere Unfälle im Verlauf der B 87 durch unsere Gemeinde, wovon in zwei Fällen eine schwere technische Hilfeleistung gefordert war. 

Sind alle Kameraden der Feuerwehr in der Lage, so eine Rettung vorzunehmen?

Voraussetzung ist ein Lehrgang zur technischen Hilfeleistung. In unserer Gemeinde sind die Doberschützer Kameraden dafür ausgebildet. Bis zum Beginn der schweren technischen Rettung vergehen statistisch circa sieben Minuten, in denen Betreuung der Betroffenen, Brandschutz, Verkehrsabsicherung, Airbag-Sicherung und Schaffung von ersten Zugangsöffnungen fokussiert werden.

Was, wenn diejenigen gerade nicht bei einem Einsatz dabei sind?

Von den ausgebildeten Kameraden sind immer ausreichend vor Ort, die in der Lage sind, eine eingeklemmte Person aus einem Fahrzeug zu schneiden.

Wie oft im Jahr werden Sie zu solchen Unfällen alarmiert?

Dreimal im Jahresschnitt werden wir zur Rettung respektive Beseitigung von Unfallfolgen alarmiert. Dieses Jahr gehäuft. Hauptproblem heutzutage ist, dass trotz vorgelagerter Knautschzonen die Insassen-Bereiche der Karosserien moderner Autos immer stabiler geworden sind und Schneidarbeiten erschweren. Eine Zeitung hat mal geschrieben, dass die B 87 zwischen Leipzig und Torgau die „Straße der Tränen“ ist. Mit dem geplanten Ausbau von Eilenburg bis hinter Mockrehna könnte hier eine Entschärfung stattfinden.

Was steht demnächst bei der Sprottaer Feuerwehr auf dem Plan?

Für das letzte Augustwochenende, wenn in Sprotta Dorffest ist, bereiten wir unseren Jugendfeuerwehrwettkampf vor. Und am 15. September veranstalten wir unseren Tag der offenen Tür. Da haben wir dann auch die Eilenburger Kameraden mit der Drehleiter zu Gast. Es gibt Hüpfburg, einen Handdruckspritzen-Wettbewerb, Kaffee und Kuchen und wir feiern 20 Jahre Jugendfeuerwehr Sprotta.

Von Nico Fliegner

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