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Eilenburg Sprottaer freut sich über Auszeichnung der Handwerkskammer
Region Eilenburg Sprottaer freut sich über Auszeichnung der Handwerkskammer
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09:12 23.10.2019
Frank und Annelore Börner zeigen den Meisterbrief aus dem Jahr 1983 und den Silbernen Meisterbrief. Sie haben sich 1995 mit einem Elektroservice in Sprotta selbstständig gemacht. Quelle: Nico Fliegner
Sprotta

Mit reichlich Verspätung hält er ihn nun doch in den Händen: Frank Börner, Elektromeister aus Sprotta, hat den Silbernen Meisterbrief von der Handwerkskammer zu Leipzig verliehen bekommen. Dabei ist der 73-Jährige schon viel länger als 25 Jahre, wofür der Silberne Meisterbrief steht, Meister, genauer gesagt seit 8. Juli 1983. Wie kommt es also, dass er erst jetzt die Auszeichnung erhielt?

Im Eilenburger Chemiewerk gelernt

„Man muss sich selber kümmern“, sagt Frank Börner. Er hat in der LVZ über Zimmermeister Axel Herber in Gruna einen Beitrag gelesen, der seinen Silbernen Meisterbrief erhalten hatte. Börner war längst überfällig und machte sich bei der Handwerkskammer schlau. So wurde er schließlich dieses Jahr in die Reihen der Geehrten aufgenommen.

Frank Börner hat den Beruf des Elektrikers wie viele andere in der Region ganz klassisch im damaligen Eilenburger Chemie Werk gelernt. Danach ging er erst mal „zur Fahne“, also in die Nationale Volksarmee, und arbeitete danach bei der PGH Elektro in Eilenburg. „Als ich dort anfing, war die PGH gerade zwei Jahre alt“, erinnert sich Frank Börner. Von 1969 an war er dort 18 Jahre lang beschäftigt und hatte die Möglichkeit, die Meisterschule zu machen. Das Angebot nahm er an.

Unterwegs im Kohlerevier

Also ging es zur Schule nach Torgau und Leipzig – und das über zwei Jahre lang. Dann hatte er seinen Meister in der Tasche. 1983 dann der Wechsel zur Eilenburger Firma Colditz, wo er bis 1989 tätig war. Frank Börner war aber nicht in Eilenburg beschäftigt, sondern in den mitteldeutschen Braunkohlerevieren. „Ich habe dort die elektrischen Großküchengeräte repariert“, erzählt er. In den Gruben gab es richtige Großküchen, die die Arbeiter mit Essen versorgten. Auch auf den Abraumbaggern gab es Kleinküchen, die gewartet werden mussten.

Drei Jahre Hamburg

Mit der politischen Wende veränderte sich das Arbeitsleben. Frank Börner ging erstmal für drei Jahre nach Hamburg zu einem Komplettdienstleister für professionelle Kaffeemaschinen. 1995 machte er sich dann mit einem Elektroservice in Sprotta selbstständig. „Jetzt oder nie, haben wir damals gesagt.“ Seine Frau Annelore übernahm die Buchhaltung. Die ersten Jahre seien schwierig gewesen, denn der Boom der Nachwende, wo die Leute alles neu haben wollten, flachte ab. 2009 stieg dann Sohn Axel ins Unternehmen ein. Er betreut heute vorwiegend die Kunden. Das sind Wohnungsverwaltungen in Leipzig, Agrargenossenschaften in der Region und Kleinkunden.

Familienunternehmen floriert

An Aufträgen mangelt es dem Familienunternehmen nicht. „Wir können uns nicht beklagen. Heute gibt es wenig Betriebe und viel Arbeit. Das war in den Jahren nach der Wende anders“, sagt Frank Börner. Den Schritt, sich selbstständig zu machen, hat er nicht bereut. „Ich kann auch heute nur jedem dazu raten, denn man ist sein eigener Herr.“ Für die Zukunft wünscht er sich, dass er Sohn Axel weiter unterstützen kann.

Von Nico Fliegner

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