Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Stadtrat in Eilenburg bremst neues Wohngebiet im Osten aus
Region Eilenburg Stadtrat in Eilenburg bremst neues Wohngebiet im Osten aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:56 04.10.2018
Am Regebogen in Eilenburg sollen neue Häuser gebaut werden. Quelle: Bärbel Schumann
Eilenburg

Auf einem rund 3,3 Hektar großen Gelände am Regenbogen im Eilenburger Osten soll ein neues Wohngebiet entstehen. Die Stadt wollte dafür jetzt die Planungen anschieben, wurde aber vom Stadtrat vorerst ausgebremst. Denn der sieht noch erheblichen Diskussionsbedarf, rückt potenzielle Areale für neue Bildungseinrichtungen in den Fokus. Die Vergabe der Planungsleistungen an ein Leipziger Büro sind damit vorerst vom Tisch. Nun sollen sich die Ausschüsse nochmals mit dem Thema beschäftigen.

Wie weiter bei der Bildungsinfrastruktur?

Warum das wichtig ist, machte Christiane Prochnow (Die Linke) deutlich. „Wo gibt es noch Flächen für mögliche Standorte für Kitas oder Schulen?“ Aus den Augen verloren dürfe schließlich nicht, dass Eilenburg laut Wohnstandortkampagne mal 20 000 Einwohner anstrebt und dass so auch Schülerzahlen ansteigen könnten. Kritik übte deshalb ihr Fraktionskollege Jürgen Prochnow: „Was wir gegenwärtig im Bereich der Bildungsinfrastruktur erleben, ist eine Katastrophe. Auch wenn es teilweise Dinge sind, für die die Stadt nichts kann, sondern von außen dazu gezwungen wird.“ Die Folge seien Schnellschüsse. „Was uns fehlt, sind belastbare Informationen, wie wir bei der Bildungsinfrastruktur in den nächsten Jahren vorankommen“, forderte Prochnow von der Stadt entsprechende Zahlen zur Schülerentwicklung ein. „Wir brauchen eine belastbare Basis für Entscheidungen, die langfristig sind.“ Und wenn schon solche Pläne aufgestellt werden, sollte man, so Prochnow, auch Platz für soziale Infrastruktur schaffen. Ein Fakt, den Ellen Häußler (Freies Bündnis) aufnahm: „Muss die Fläche denn komplett Eigenheim-Standort werden?“

OBM will junge Leute gewinnen

Am eigentlichen Ansatz hält OBM Ralf Scheler (parteilos) fest. „Es muss trotzdem gelingen, weiterhin junge Leute zu gewinnen, die nach Eilenburg ziehen.“ Solch eine Planung brauche ausreichend Vorlauf, in der Zwischenzeit seien die jetzigen Bau-Flächen längst belegt. Das beweise die derzeitige Nachfrage für den Grünen Fink und den Jacobsplatz, auch wenn die noch weitgehend leeren Flächen bisher den Eindruck erweckten, dass da keiner baue, wie Jürgen Prochnow angemerkt hatte. Das Gegenteil sei der Fall. „Am Grünen Fink konnten die Bauherren bisher nicht anfangen, weil die Straße gebaut wurde“, so Petra Zimmermann vom Fachbereich Bau.

Neubaugebiete stark nachgefragt

Auch das Wohngebiet Jacobsplatz sei stark nachgefragt. „Das zeigt, dass wir nicht auf die Bremse treten dürfen.“ Scheler ist sich darüber im Klaren, dass Wohnen und Infrastruktur im Zusammenhang zu sehen sind. Sollte der Bedarf steigen, gäbe es zudem potenzielle Standorte für Kita oder Kita-Erweiterungen auf der Friedrichshöhe, der Leipziger Höhe oder an der Grundschule Berg. Die Kritik von Christiane Prochnow, dass diese Areale alle auf dem Berg, keines aber im am meisten bevölkerten Osten lägen, relativierte Zimmermann. Dort gäbe es als weiterführende Schule das Gymnasium, perspektivisch laufe die bauliche Entwicklung in Richtung Leipzig. Wie es mit den Schulen weitergehen soll, sei Thema einer Schulnetzplanung. „Das haben wir bisher immer noch nicht gemacht, retten uns von einer Sache zur nächsten“, so Steffi Schober (CDU). Für ihre Fraktion sei dies ein Grund für eine notwendige weiterführende Diskussion im Ausschuss, bevor ein Beschluss für weitere Wohnbauten erfolge. Ein zweiter: Schon mehrfach sei die Aufstellung verfügbarer Wohnflächen gefordert worden. Auch diese fehle noch.

Von Kathrin Kabelitz

Normalerweise rennen auf der Rennbahn im Eilenburger Bürgergarten die Windhunde um die Wette. Zweimal im Jahr ist das anders. Dann dürfen auch andere Rassen ran.

04.10.2018

Erst vor Kurzem wurden sie vom Delitzscher Land mit einem Preis bedacht – und so war die Laune beim Heimat- und Handwerkerverein bestens, als er am Feiertag zum 6. Apfeltag einlud.

03.10.2018

Ein hartes, aber erfolgreiches Wochenende haben etliche Mitglieder nordsächsischer Jugendfeuerwehren hinter sich. In Delitzsch haben sie ihre Leistungsspange abgelegt. Dahinter steckt auch ein Experiment der Kreisjugendfeuerwehr.

04.10.2018