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Eilenburg Straßenmeistereien in Nordsachsen waren an 126 Tagen im Einsatz
Region Eilenburg Straßenmeistereien in Nordsachsen waren an 126 Tagen im Einsatz
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14:07 12.04.2018
In Kleinböhla bei Dahlen sind die Schneezäune schon Mitte März abgebaut worden. Dann hielt der Winter noch mal Einzug. Quelle: Axel Kaminski
Nordsachsen

Der Winter hat sich wohl endgültig verabschiedet – davon gehen auch die Straßenmeistereien im Landkreis Nordsachsen aus, die am 3. April ihren letzten Einsatztag hatten. Diese haben jetzt einen „durchschnittlichen Arbeitsanfall“ in der zurückliegenden Wintersaison bilanziert. Wie das Landratsamt mitteilte, herrschten lediglich über einen kurzen Zeitraum extrem kalte Temperaturen. Am Wochenende vom 16. bis zum 19. März war der meiste Schnee von Nordsachsens Straßen zu beräumen. Den Angaben zufolge seien vor allem die Frost-Tauwechsel für den Straßenzustand problematisch gewesen, wobei die Schäden etwa 50 Prozent geringer waren als im vorherigen Winter.

Das sind die Zahlen für Nordsachsen

Bis zu 126 Einsatztage hatten die fünf Straßenmeistereien des Landkreises in Delitzsch, Eilenburg, Torgau, Oschatz und Dahlen, davon 75 Streutage und 14 Räum-/Streutage. Im Vorwinter waren es 113 Einsatztage, davon 81 Streutage und 19 Räum-/Streutage.

Im Einsatz waren 25 eigene Fahrzeuge sowie 24 Unternehmerfahrzeuge, um 1297 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen zu betreuen. Verbraucht wurden 3984 Tonnen Streusalz (Vorjahr 5130 Tonnen). „Die Winterdiensteinsätze verliefen ohne nennenswerte Probleme. Die Zusammenarbeit mit den vertraglich gebundenen und im Bedarfsfall angeforderten Fremdunternehmern war reibungslos“, so das Landratsamt.

Probleme beim Schneeräumen

Ein Problem seien innerorts falsch oder behindernd abgestellte Fahrzeuge gewesen, sodass ein Durchfahren mit dem Schneepflug erschwert wurde. Trotz des hohen Anteils an Schneezäunen (46,6 Kilometer) sei es über einen kurzen Zeitraum zu Verwehungen gekommen. „Typischerweise sind in Nordsachsen Westwinde vorherrschend, womit sich zumeist die Aufstellseite der Schneezäune bestimmt. Der extreme Wintereinbruch vom 16. bis 19. März war aber von böigem Ostwind geprägt. Die zu verzeichnenden starken Schneeverwehungen erforderten vollen Einsatz aller zur Verfügung stehender Arbeitskräfte sowie der gesamten Winterdiensttechnik“, so die Behörde weiter. Es sei in zwei Schichten im Zwölf-Stunden-Dienst gearbeitet worden. Unterstützung erhielten die Straßenmeistereien von ortsansässigen Landwirten. Mit ihren Traktoren und Schneepflügen räumten sie zusätzlich punktuell an besonders stark betroffenen Straßenabschnitten.

Aktuell ist die Winterdiensttechnik ab- beziehungsweise zurückgebaut. Die Salzlagerhallen werden überprüft und gereinigt, bei Bedarf werden Reparaturarbeiten ausgeführt und der Salzbestand wieder aufgefüllt. Die Winterdiensttechnik wird im Sommer hauptsächlich durch die eigene Amtswerkstatt überprüft, repariert und teils erneuert.

Schäden an Straßen

In Bezug auf die Straßenschäden schätzt das Straßenbauamt ein, dass auf den 578 Kilometer Kreisstraßen ein Reparaturbedarf von zirka fünf bis zehn Prozent eingetreten ist. Während der Winterperiode wurden Schäden nur „notdürftig“ mit Kaltmischgut geflickt, sodass von einer Ausbruchstelle keine Verkehrsgefährdung ausgeht. Die Haltbarkeit des unter diesen Umständen eingebrachten Kaltmischgutes ist eingeschränkt. Mit dem Öffnen der Heißmischgutwerke wurde mit der Heißmischgutflickung begonnen. Diese Form der Straßenreparatur ist deutlich dauerhafter als die Notflickung mit Kaltmischgut.

Die Meistereien werden zudem im Jahresverlauf die Schäden fachgerecht durch den Einsatz von Asphaltfräsen mit anschließendem Asphalteinbau durchführen.

Von LVZ

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