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Eilenburg Tausende Besucher beim 22. Hoffest in Wöllmen
Region Eilenburg Tausende Besucher beim 22. Hoffest in Wöllmen
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20:24 08.09.2019
Nele und Felix bewundern den tollen Kürbiswagen im Eingangsbereich des Obsthofes. Quelle: Anke Herold
Wöllmen

Auf einem Holzblock sitzt Ekkehard Unger, vor ihm liegen verschiedene Größen von Sensen und um ihn herum bildet sich eine Traube Menschen, die sich offensichtlich ebenfalls mit diesem alten Handwerk auskennen.

Denn hört man den Gesprächen zu, weiß man bald, dass sich auch heute noch das alte Sensenhandwerk großer Beliebtheit erfreut. „Wir haben eine Wiese und sensen für die Kleintiere noch immer das Gras selber ab. Das haben wir schon so von unseren Eltern und Großeltern gelernt“, erklärt Jürgen Lindner. Regelmäßig besuchen er und Petra Gerber gemeinsam mit Freunden das Hoffest in Wöllmen, und alle vier loben die große Vielfalt, die die Gäste jedes Jahr auf dem Obsthof erwartet.

Tausende Besucher zog es zum 22. Hoffest nach Wöllmen. Dort gab es viel zu entdecken.

Einige Stände weiter erfreuen sich Heike und Jens Mühlmann an den schönen Keramikartikeln von Doreen Neumann aus Elstertrebnitz. Vor allem ein kleines Schlüsselbrettchen hat es den beiden angetan. Extra aus dem Erzgebirge sind sie hergekommen, um das Hoffest zu besuchen. „ Wir sind heute zum erste Mal hier und sofort begeistert. Dass es so groß und so schön ist, hätten wir nicht erwartet. Hauptsächlich sind wir auch wegen der Kürbisausstellung hier“, erzählt das Paar begeistert.

Kinder lieben die aufgebaute Stroh-Burg

Lässt man den Blick über das riesige Gelände schweifen, bleibt er sofort an der dreistöckigen Strohquaderballen-Burg hängen. Hier haben die jüngsten Besucher ihr Freude und Beschäftigung. Für sie ist diese Spielgelegenheit der Dreh- und Angelpunkt zum Verstecken, Stroh werfen, springen und toben. Etwas ruhiger ließ es die kleine Lilly angehen. Geduldig drehte sie mit Hilfe ihres Vaters Patrick Sube an einer Kurbel, um sich ein Springseil selbst herzustellen, noch ein grün blauer Griff dran, fertig ist das Spielgerät und kann gleich auch vor Ort ausprobiert werden.

Werbung für Schafwolle

Beim Rundgang über das Hofgelände treffen die Besucher auf Eva Maria Schade, die am Spinnrad über Dornröschen erzählt und dafür wirbt, dass Schafwolle heute nicht in Vergessenheit gerät. Kräuterfrauen binden Kränze, eine Gärtnerei bieten ihr Ware an. Gemüse aus regionaler Produktion, Fleisch- und Wurstspezialitäten, Flammlachs, süße Leckereien und vieles, vieles mehr ließen die Genießerherzen höher schlagen.

Einkauf direkt vom Erzeuger

In und vor der Apfelscheune verkaufen fleißige Helfer die neue Apfelernte und das Pflaumensortiment von der nahe gelegenen Plantage. Natürlich kann hier auch gekostet werden. In großen Holzkisten können sich die Kunden selbst von der Frische überzeugen, auswählen und ihre Tüten füllen. Auch Gabriele Kühn nutzt regelmäßig die Gelegenheit und besucht das Hoffest. „Jedes Jahr gibt es mehr Aussteller und Händler. Hier kann man direkt von Erzeuger kaufen und das macht es aus“, fasst sie zusammen. Das traditionelle Hoffest in Wöllmen ist sicher inzwischen ein Selbstläufer und trotzdem jedes Jahr wieder etwas Besonderes mit unglaublich viel Liebe zum Detail.

Von Anke Herold

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