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Eilenburg Teil der Breitscheidstraße wird für den Verkehr gesperrt
Region Eilenburg Teil der Breitscheidstraße wird für den Verkehr gesperrt
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16:24 16.02.2018
Ein Teilstück der Breitscheidstraße in Eilenburg soll für den Verkehr gesperrt werden, weil der Schulhof erweitert wird. Quelle: Foto: Stadtverwaltung Eilenburg
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Eilenburg

Um die geplante Erweiterung des Schulhofs der Friedrich-Tschanter-Oberschule oder besser gesagt die damit verbundene Einziehung eines Abschnittes der Breitscheidstraße in Eilenburg gibt es noch immer Diskussionen. Zwar gab es während der dreimonatigen öffentlichen Auslegung der Planungsunterlagen, die im Januar endete, keinerlei Einwände oder Hinweise von Bürgern. Kurz vor der Entscheidung im Stadtrat erhielten die Abgeordneten die Mail eines Anwohners zur Kenntnis, der in seinem Schreiben noch einmal darauf hinwies, was die Anwohner bewegt. An der Meinung des Stadtrates hat diese letztlich aber nichts geändert.

Tschanter-Schulhof soll erweitert werden

Und darum geht es: Der Schulhof der Friedrich-Tschanter-Schule soll erweitert werden. Die Stadt hat dafür ein Stück Garten von der anliegenden katholischen Kirche gekauft. Zwischen beiden Arealen aber liegt die Breitscheidstraße, die, um die Sicherheit der Schüler zu gewähren, zur Sackgasse werden soll. Im Bereich zwischen Schule und Pfarrgarten soll die Straße für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Als die Pläne bekannt wurden, kamen Proteste der Anwohner auf, die eine permanente Sperrung ablehnen und die zeitweilige Schließung der Straße an den Schultagen während der Hofpausen favorisieren. Sie führten zudem die Einschränkung der Rettungswege, für Entsorgerfahrzeuge und Gefährdung der Schüler wegen des Verkehrsaufkommens an.

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Räte bleiben bei ihrem Standpunkt

Die Belastungen eines 150 bis 180 Meter langen Umweges über die Dorotheenstraße sind für die Anwohner verkraftbar, setzen Räte und Verwaltung unter anderem dagegen. Zudem werde sich die Verkehrssicherheit aus ihrer Sicht weiter erhöhen. Auf lange Diskussionen ließen sie sich mit dem Verweis auf das Prozedere der letzten Wochen nicht ein. Jürgen Clauß (Die Linke) betonte, dass in der Sitzung des Sozialausschusses Anwohner eingeladen waren: „Wir haben Argumente ausgetauscht und sind im Anschluss zu der Erkenntnis gelangt, dass wir den Beschluss so fassen, wie er uns vorliegt.“ Das sahen auch die anderen Fraktionen so.

Von Kathrin Kabelitz

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