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Eilenburg Tierschützer schockiert über verstümmelte Katze in Eilenburg
Region Eilenburg Tierschützer schockiert über verstümmelte Katze in Eilenburg
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12:57 13.03.2018
Die polizeilichen Ermittlungen laufen. Quelle: dpa
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Eilenburg

Zum Fall der im Eilenburger Bärenbruch ohne Ohren und Schwanz tot aufgefundenen Katze gibt es momentan keine Hinweise oder Zeugen. Das teilt Birgit Höhn von der Leipziger Polizeidirektion auf Nachfrage mit: „Wir müssen abwarten, was die Ermittlungen in den kommenden Tagen zeigen.“ Ob es überhaupt Zeugen gibt, sei allerdings fraglich, da das Tier an einem abgelegenen Ort direkt an den Gleisanlagen aufgefunden wurde. Die Beamten ermitteln derzeit gegen Unbekannt wegen Tierquälerei.

„Der Anblick war schrecklich“

Die getigerte Katze war am Samstagnachmittag von einem Gartenbesitzer entdeckt worden. Dieser informierte den örtlichen Tierschützer Gerhard Wolf. „Ich bin sofort hingefahren“, sagt der 79-Jährige. „Der Anblick war schrecklich.“ Nicht nur dass beide Ohren und der Schwanz abgeschnitten gewesen seien. Auch am Körper habe das Tier mehrere Verletzungen gehabt. Der Ruheständler arbeitet ehrenamtlich im Auftrag des Eilenburger Tierheims, ist zudem Mitglied beim überregionalen Tierschutzverein Terra Mater. Für diesen steht rund um die Uhr als mobiler Tierretter zur Verfügung, nimmt dafür manchmal Fahrten von bis zu 100 Kilometern in Kauf. „Wir sind weit und breit die einzigen, die das machen“, so der Eilenburger.

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Gerhard Wolf aus Eilenburg ist Mitglied bei der Tierschutzorganisation Terra Mater. Quelle: privat

Ähnlicher Fall bei Bad Düben

Um den grausigen Fund am Bärenbruch zu dokumentieren, erhielt Wolf von einer Tierschützer-Kollegin Unterstützung. Auch sie ist geschockt: „Aus einer Verletzung kam noch Blut heraus. Ich hoffe, dass es eine Aufklärung gibt“, sagt die 68-Jährige. Die beiden, die zusammen Anzeige bei der Polizei erstattet haben, erinnern daran, dass im April vergangenen Jahres am Straßenrand bei Bad Düben eine tote Katze mit abgetrenntem Kopf entdeckt wurde. Ein Täter konnte nie ermittelt werden.

Von Matthias Klöppel