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Eilenburg Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen baut neue Leitung nach Eilenburg
Region Eilenburg Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen baut neue Leitung nach Eilenburg
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13:16 15.01.2018
Das Trinkwasser für die Stadt Eilenburg kommt künftig aus südliche Richtung. Quelle: dpa
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Die Trinkwasserversorgung in Eilenburg wird derzeit noch über das Wasserwerk Wedelwitz sowie Leitungen der Fernwasserversorgung Torgau, die über Kossa und Laußig führen, realisiert. Weil dieser Strang überdimensioniert groß und marode ist, hatte sich das Torgauer Unternehmen im vergangenen Jahr entschlossen, diesen nicht mehr instandzusetzen und die Leitung außer Betrieb zu nehmen. Der Wasserverband Eilenburg-Wurzen (VEW) will nun die Versorgung der Muldestadt künftig aus südlicher Richtung sicherstellen. Geplant ist, aus Richtung Röcknitz über Paschwitz, das Gewerbegebiet an der B 87 bis nach Eilenburg eine neue Leitung zu bauen und dabei bereits bestehende Systeme einzubeziehen.

Erste Schritte sind erfolgt. Es gibt bereits eine neue Trinkwasserleitung von Laußig nach Pristäblich, das heißt, der VEW versorgt Laußig vom Wasserwerk Bad Düben aus. Künftig wird dann auch dieser Bereich an das Versorgungssystem der Leitungen aus Röcknitz angeschlossen.

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Fernwasser übernimmt die Hälfte der Kosten

Bis zum Jahr 2022 müssen dafür rund 4,2 Millionen Euro investiert werden. Nach Gesprächen mit der Fernwasserversorgung in Torgau steht mittlerweile fest, dass diese etwa die Hälfte der Kosten, also rund 2 Millionen Euro, übernimmt.

Zwischen dem VEW und der Fernwasserversorgung werden dazu zwei Verträge geschlossen. Zum einen ein neuer Liefervertrag, der unter anderem die Bezugsmengen regelt. „Diese werden in etwa konstant gehalten und laufend überwacht, damit wir gegensteuern können, wenn wir die Bestellmengen überschreiten“, so Daniel Jahn, technischer Leiter beim VEW. Bisher wurden pro Jahr rund 2,5 Millionen Kubikmeter geliefert. Zudem wird eine Baukostenzuschuss-Vereinbarung geschlossen.

Verbandsversammlung stimmt zu

Die Verbandsversammlung hat in ihrer jüngsten Sitzung dem zugestimmt. Kosten und finanzielle Beteiligung, so hatte VEW-Geschäftsführerin Ramona Seifert ausgeführt, seien im Wirtschaftsplan 2018 eingearbeitet.

Mit dem Vertragswechsel entstünden dem Versorgungsverband keine finanziellen Mehraufwendungen. Hochrechnungen, so Jahn, hätten ergeben, „dass wir bei den Kosten mit dem neuen Konstrukt jährlich rund 13 000 Euro günstiger liegen als bisher“.

Von Kathrin Kabelitz