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Eilenburg Wasserwerkbau in Wedelwitz wird teurer
Region Eilenburg Wasserwerkbau in Wedelwitz wird teurer
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06:00 08.01.2018
Blick auf das bestehende Wasserwerk in Wedelwitz (Archiv). Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Das Wasserwerk in Wedelwitz ist eines der Themen, mit denen sich die Verbandsversammlung des Versorgungsverbandes Eilenburg-Wurzen (VEW) am Mittwoch beschäftigen wird. Das Bauvorhaben datiert bereits aus dem Jahr 2012, hatte sich aufgrund verschiedener Gründe wie Probleme mit dem Natur- und Denkmalschutz, Anforderungen, die sich mit dem Überschwemmungs- und Wasserschutzgebiet ergeben, oder geänderter Planungen wegen eines neuen Standortes des Gebäudes auf dem Gelände immer wieder zeitlich verschoben. Zudem muss noch ein Reinwasserbehälter errichtet werden. Ursprünglich waren 3,5 Millionen Euro angesetzt – fest steht aber, dass das Vorhaben erheblich teurer wird. Die Verbandsversammlung muss nun einem neuen Kredit zustimmen.

Versorgung der Stadt Eilenburg

Ein weiteres Thema ist die Neugestaltung des Vertrages mit der Elbaue-Ostharz GmbH. Die Trinkwasserversorgung in Eilenburg wird derzeit noch über das Wasserwerk Wedelwitz sowie Leitungen der Fernwasserversorgung Torgau, die über Kossa und Laußig führen, realisiert. Dieser Strang soll aufgrund seiner überdimensionierten Größe und seines Zustandes und Alters seitens des Torgauer Unternehmens nicht mehr instandgesetzt werden. Der VEW habe sich dazu entschlossen, dass die Versorgung der Muldestadt künftig aus südlicher Richtung erfolgen soll. Zwischen beiden Institutionen muss nun ein Wasserliefervertrag geschlossen und eine Baukostenzuschuss-Vereinbarung getroffen werden.

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Rechtsstreit mit der Alfra Mockrehna

Weiter in der Schwebe ist indes der Rechtsstreit mit Alfra. Der Mockrehnaer Geflügelschlachter klagt den Wasserverband und den Freistaat wegen der Einleitung von Mehrmengen an Abwasser der Ortsentwässerung in die Kläranlage des Betriebes Anfang der 1990er-Jahre. Im März sah das Oberlandesgericht Dresden mit seinem Urteil den Wasserverband im Recht, Alfra hat den Bundesgerichtshof eingeschaltet. Die Prüfung, ob das Verfahren weiter geht, läuft aber noch.

Von Kathrin Kabelitz