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Eilenburg Wenzel präsentiert seinen Eilenburger Fans alte Song und neue Lieder
Region Eilenburg Wenzel präsentiert seinen Eilenburger Fans alte Song und neue Lieder
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06:00 22.01.2018
Konzert in der Galerie
Konzert in der Galerie Quelle: Anke Herold
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Eilenburg

Zum Singen braucht er nicht viel, nur seine Stimme und das was dann aber rauskommt ist inzwischen schon über siebzehn Jahren in der Galerie Bader eine Januartradition, die stets für Freude unter den Fans von Hans Eckhardt Wenzel sorgt. Der Künstler brachte am Samstagabend wieder die aktuelle Politik, Liebe und den Alltag unter einen musikalischen Hut.

Sein Publikum freute sich, dass er da war und er selbst freute sich wieder da sein zu dürfen. Die Mischung aus altbekannten Songs und neuen Werken hörte sich gewohnt köstlich an. Egal ob am Piano, an der Klampfe oder mit dem Akkordeon, die geniale Mimik, eine besondere Gestik und die erstklassig Virtuosität machen ihn unverwechselbar. Auf der Suche nach der Wahrheit klettert er durchaus bis ins Elbsandsteingebirge, denn dort ist es fast wie in Halle Neustadt nur ohne Fenster. Mit originellen Überleitungen stimmte er die Fans auf seine Songs ein. Jeder für sich eine kleine Geschichte die rhetorisch superklasse verpackt ist und bisweilen für melancholisch Gedanken, aber auch Gänsehaut und Lachmuskeltraining sorgt. Bei der Vertonung des Spottgedichts „Dunkel wars der Mond schien helle“ holt er seine Fans mit ins Boot und führt sie an ihre zukünftige musikalische Karriere heran. Auch das kommt an, denn seine Interaktion mit dem Publikum ist genau das, was sie von ihm erwarten. Wenzel teilt seine Konzerte immer und zwar mit einer Pause, deren Ankündigungen er wahrhaft zelebriert auch darauf wartete Mann und Frau gespannt, denn jedes Jahr ist es das gleiche und trotzdem immer anders.

Man möge seine CD kaufen, um in diesem Jahr das bevorstehende Weihnachtsfest zu retten. Für all jene die in mehreren Beziehungen leben, hat er die Kachelmann- CD dabei. Wenzel lässt nichts weg und schmückt die ulkigsten Zufälle mit unglaublichen Übertreibungen aus. „Er fasziniert mich. Ich bin ein Fan seiner Art und Weise. Denn er bringt Freude ins Leben, so wie er sich verkauft“ resümiert Matthias Spott in der Konzertpause und freut sich auf den zweiten Teil des Abends. „Ich habe Wenzel schon ganz oft gesehen. Bekanntes verpackt er immer wieder neu. Auch das macht ihn so hörenswert“. Gut drei Stunden spielte der Liedermacher Highlights und neue Lieder. „Man müsste schöner Lügen können“, „Mohn und Kamille“ aber auch „Tausend Tode“ das Lied vom Flughafen Tegel interpretierte der Künstler dem Eilenburger Publikum. Mit drei Zugaben verabschiedete er sich darunter den Lieblingssong der Wenzelfans „Das Land der Irren und Idioten„

Von Anke Herold