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Eilenburg Zschepplin: Grundschüler brauchen mehr Platz
Region Eilenburg Zschepplin: Grundschüler brauchen mehr Platz
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18:15 10.01.2019
Die Grundschule Zschepplin hat derzeit so viele Kinder, dass nun über eine Erweiterung des Hortes nachgedacht werden muss. Quelle: Ilka Fischer
Zschepplin

Obwohl der Haushaltsplan 2019 für die Gemeinde Zschepplin voraussichtlich erst im Frühjahr dem Gemeinderat zum Beschluss vorliegt, stehen wesentliche Eckpunkte schon fest. „Dabei handelt es sich um Projekte“, so die Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos), „für die wir uns in Absprache mit dem Gemeinderat zum Teil seit Jahren um Fördermittel bemüht haben.“

Grundschüler erhalten neuen Werkraum

Danach soll der Werkraum der Grundschule in Hohenprießnitz für rund 92 000 Euro erneuert werden, wobei die Gemeinde dafür rund 72 000 Euro in Aussicht hat. Daneben geht es um den 24 000 Euro teuren Heizungsneubau für die Ortswehr Zschepplin.

Neue Brücke und neues Feuerwehrauto

Außerdem soll nun endlich die neue Brücke über den Schadebach in Rödgen kommen. Für diese rechnet die Gemeinde inzwischen mit Gesamtkosten in Höhe von 120 000 Euro, wobei die Gemeinde 24 000 Euro Eigenmittel aufbringen muss. Außerdem soll ein neues Feuerwehrfahrzeug für die Ortswehr in Glaucha angeschafft werden. Die Kosten von insgesamt 135 000 Euro müssen aber auf die Jahre 2019 und 2020 aufgeteilt werden. Außerdem werden mit 90-prozentiger Förderung die Bushaltestellen in Naundorf, Krippehna und Rödgen barrierefrei umgebaut.

Investitionen, die unter der Erde liegen

Dass die Gemeinde so wenig Spielraum für sichtbare Investitionen hat, liegt auch an denen unter der Erde. So muss die Kommune die Hälfte der Kosten für die neuen Straßenentwässerungen wie zuletzt die in Hohenprießnitz oder die geplante in Krippehna aufbringen. Allein dafür muss die Gemeinde von 2016 bis 2020 fast eine Million Euro aufbringen.

Nachdenken über Horterweiterung

Dieses Geld fehlt in anderen Bereichen. Dazu gehört auch die Kinderbetreuung, wo dringender Handlungsbedarf besteht. Da es in der Grundschule, wo derzeit sechs Klassen unterrichtet werden und selbst der Begegnungsraum genutzt wird, keinerlei Platzreserven mehr gibt, muss dringend über einen Anbau am Hortgebäude oder einen Neubau nachgedacht werden. „Auch hier“, so wagt Roswitha Berkes zumindest schon mal eine Prognose, „werden wir aber auf Fördermittel angewiesen sein.“ Vieles andere, darunter der Anbau ans Dorfgemeinschaftshaus Krippehna, bleibt damit weiter in der Warteschleife.

Von Ilka Fischer

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