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Eilenburg Zschepplin baut neue Flohkiste in Hohenprießnitz
Region Eilenburg Zschepplin baut neue Flohkiste in Hohenprießnitz
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20:09 29.05.2019
In diesem Gebäude sind derzeit noch Grundschule und Kita untergebracht. Das soll sich ändern. Quelle: Wolfgang Sens
Zschepplin

Die Gemeinde Zschepplin hält an ihren Plänen zum Ausbau des Bildungscampus’ am Standort Hohenprießnitz fest. Das Büro Weidemüller wurde am Dienstag vom Gemeinderat mit der Planung einer neuen Kindertagesstätte für 25 Krippen- und 50 Kindergartenkinder beauftragt. Wann die neue Einrichtung, die auf dem Gelände der Bauhof-Werkstatt und damit direkt neben der Grundschule entstehen soll, gebaut werden kann, ist aber unklar. Doch Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos) betonte: „Nur mit der Planung können wir die Förderung beantragen.“

Kita macht Platz für Grundschule

Erst mit dem Neubau der Kita Flohkiste, die damit aus dem Grundschulgebäude ausziehen kann, bekommen die Schüler mehr Platz. Der ist dringend nötig, da in der 2004 mit 60 Kindern gestarteten Grundschule heute 110 Mädchen und Jungen in sechs Klassen unterrichtet werden.

Bereits im Januar hatten die Gemeinderäte daher mit der Freigabe von 100 000 Euro einstimmig signalisiert, dass sie das Problem der beengten Platzverhältnisse beherzt angehen wollen.

Glauchaer empört

Dennoch gab es am Dienstag auch kritische Stimmen, denn das von der Verwaltung vorgelegte Konzept Bildungscampus beinhaltet auch eine Situationsanalyse. Insbesondere bei den Glauchaer Gemeinderäten sorgte eine daraus resultierende Schlussfolgerung, mittelfristig die unwirtschaftlichste Kita am Standort Glaucha schließen zu wollen, für heftigen Widerspruch. Gemeinderat Mario Gräfe fragte empört: „Das heißt, wenn ich für das Konzept Bildungscampus stimme, beschließe ich gleichzeitig das Ende der Kita Wolkenschäfchen?“

Schließung bleibt politische Entscheidung

Wie sich die Kinderzahlen entwickeln, das, so hat die Vergangenheit gezeigt, lässt sich seriös nicht voraussagen. Selbst wenn es zu einem Rückgang der Kinderzahlen kommt, so betonte es unter anderem Verwaltungsverbandschef Michael König, sei die Schließung einer Einrichtung immer noch eine politische Entscheidung. Er machte aber auch klar, dass die Fakten dann eher für den Erhalt der kommunalen Einrichtungen in Hohenprießnitz, Zschepplin und Naundorf sprechen.

Schlechte Wirtschaftlichkeit

Der Glauchaer Kita in Trägerschaft der Diakonie, die derzeit mit fünf Glauchaer und 15 Fremdkindern voll ausgelastet ist, hat die Verwaltung die schlechteste Wirtschaftlichkeit und einen sehr hohen Instandhaltungsstau attestiert. Die Gemeinderäte Mirko Held, Dieter Zebrowski und Steffen Rother zeigten aber Verständnis für die Glauchaer Befindlichkeiten. Auf den Vorschlag von Mirko Held wurde „Glaucha“ gestrichen. Nun spielen bei einer eventuell notwendigen Schließung die „dann tatsächlichen wirtschaftlichen Bedingungen“ eine Rolle. Dennoch fand das Konzept, im Gegensatz zum Beschluss Kita-Neubau, nicht die Zustimmung der Glauchaer Gemeinderäte.

Von Ilka Fischer

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