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Geithain 110. Frohburger Rassegeflügelschau erzählt vom Landleben mit Gänsen, Enten und Puten
Region Geithain 110. Frohburger Rassegeflügelschau erzählt vom Landleben mit Gänsen, Enten und Puten
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21:00 17.12.2017
Rassegeflügelausstellung in Greifenhain: Vereinschef Werner Mroske (li), Züchterin Lara Binder und Zuchtfreund Thomas Binder begutachten eine Lockentaube. Quelle: René Beuckert
Frohburg/Greifenhain

Am Wochenende lockte die 110. Frohburger Rassegeflügelschau mit angeschlossener Kreisschau des Kreisverbandes Geithain und Jugendschau zahlreiche Besucher nach Greifenhain. Insgesamt 330 Tiere waren in der Mehrzweckhalle zu sehen.

Nahezu eine Woche waren die Zuchtfreunde mit dem Aufbau und der Ausgestaltung der Schau beschäftigt. „Wir erledigen das in Eigenleistung und bekommen sogar Hilfe von einem ortsansässigen Landwirtschaftsbetrieb“, hebt Vereinschef Werner Mroske das Engagement hervor. Was ihn aber besonders gefällt, ist der Kontakt zur Kindereinrichtung des Ortes, die bereits am Freitag zu Besuch kam. „Es ist doch ein schönes Erlebnis für die Kinder, wenn sie die Tiere aus nächster Nähe sehen und auch anfassen dürfen. Für die Mädchen und Jungen auf dem Land ist zwar Geflügel nichts Ungewöhnliches, doch so viele Rassen auf einmal zu erleben schon“, findet Mroske. Deshalb freue er sich auch darüber, dass sich etwa 15 Prozent junge Züchter mit ihren Tieren an der Rasse-Geflügelausstellung beteiligen.

Eine von ihnen ist Nadine Endmann. „Ich bin durch meinen Opa dazu gekommen und er unterstützt mich dabei.“ Dass sie sich täglich um die Tiere kümmern muss, mache ihr nichts aus, denn sie habe viel Freude dabei, erzählt das Mädchen.

Zuchtfreund Manfred Döhler ist seit Kindesbeinen mit dabei. „Die Zucht habe ich damals von meinem Vater übernommen und bin ihr bis heute treu geblieben“, erklärt der Rentner. Wie viele Urkunden, Pokale und Medaillen er für seine rebhunfarbigen Italiener schon bekommen hat, weiß er nicht so genau. Dafür sinjd es zu viele. Er selber stelle in Greifenhain aus und ist jedes Mal auf die Erfolge der anderen Züchter gespannt. „Damals war die Geflügelzucht nicht so einfach“, erinnert er sich. „Das Futter habe ich selber angebaut, so wie das auf dem Land üblich war. Doch heute kann ich auf Fertigfutter in den unterschiedlichsten Mischungen zugreifen, was die Arbeit leichter macht. Doch hinter jeder Zucht steht auch der Mensch, dessen Können und Liebe zu den Tieren gefragt ist“, so Döhler.

Bürgermeister Wolfgang Hiensch hat sich das Greifenhainer Ereignis nicht entgehen lassen. „Ich schaue mir tatsächlich die Tiere an und stelle immer wieder fest, dass die Züchter ihren Beitrag zum Leben auf dem Lande leisten. Das Besondere daran ist, hier kommen Menschen zusammen, die das gleiche Hobby vereint, aber auch Leute, die nur schauen möchten“, so Hiensch.

Vereinschef Werner Mroske ist erfreut über die rege Besucherresonanz. „Die Kinder, die schon am Vortag zur Ausstellungseröffnung hier waren, kommen meist am nächsten Tag mit ihren Eltern und Großeltern wieder, um auch ihnen die Schau zu zeigen, die von Puten, Gänsen und Enten bis Tauben und Hühnern der unterschiedlichsten Rassen reicht.“

Von René Beuckert

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