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Geithain 2,2 Millionen Euro für Lausicks Thermalbrunnen
Region Geithain 2,2 Millionen Euro für Lausicks Thermalbrunnen
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20:11 14.03.2019
Andrea Staude (r.), Vizepräsidentin der Landesdirektion Sachsen, und Doris Mallast von der Wirtschaftsförderung übergeben Bürgermeister Michael Hultsch den Förderbescheid. Quelle: Thomas Kube
Bad Lausick

Diese gute Nachricht überbrachte Andrea Staude, Vizepräsidentin der Landesdirektion Sachsen, am Donnerstagmittag gern selbst: Die Stadt Bad Lausick erhält knapp 2,22 Millionen Euro Förderung, um den Thermalbrunnen zu modernisieren und zu vertiefen. Staude übergab Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) den Förderbescheid. Dieses Geld sei die Grundlage dafür, den in die Jahre gekommenen Brunnen zu ertüchtigen, freute sich Hultsch. Das Thermalwasser sei entscheidend für die Verteidigung des Heilbad-Prädikates, die nach einem Jahrzehnt im Herbst 2020 anstehe. Und dieses Prädikat wiederum sei ja unverzichtbar, um im Jahr darauf das Jubiläum „200 Jahre Kurbetrieb“ zu feiern.

Lausicker Thermalbrunnen sprudelt weniger

Der Heilwasser-Brunnen muss saniert werden, da seine Leistung deutlich nachgelassen hat. Nach fast 14-jährigem Betrieb sind Materialien und Einbauten verschlissen“, sagte Andrea Staude. In einem dreistufigen Verfahren werde der bis in 1300 Meter Tiefe reichende Brunnen regeneriert, um eine weitere Bohrung ergänzt und vertieft. Weiterhin modernisiere man die Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Aufgrund der Modernisierung würden „die wasserrechtlich genehmigte Fördermenge sowie die erforderliche Thermalwasser-Temperatur sicher erreicht“.

Modernisierung teurer als der Bau

Hatte die Herstellung des Brunnens vor anderthalb Jahrzehnten rund 1,8 Millionen Euro gekostet, schlagen die jetzt geplanten Arbeiten mit einer deutlich höheren Summe zu Buche. Bei prognostizierten 2,6 Millionen Euro insgesamt muss die Stadt trotz 85-prozentiger Förderung selbst knapp 400.000 Euro aufbringen. Der Zuschuss stammt aus dem Programm Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur.

Kurstadt-Status hängt am Thermalbrunnen

Michael Hultsch sagte: „Die Sanierung ist nötig, um den Ertrag des Brunnens über viele Jahre zu sichern“ – und damit den Kurstadt-Status. Insofern sei die Investition unbedingt auch eine, die die Wirtschaftskraft vor Ort stärke. Bad Lausick setze neben den in den Kliniken abgesicherten Reha-Kuren zunehmend auf Gesundheitsurlauber, Wellness-Touristen und private Kurgäste. In diesem Kontext stehe nicht nur das Kur- und Freizeitbad „Riff“, sondern auch das kürzlich erst eröffnete „Riff“-Resort.

Landesdirektion hat Auge auf Kurstädte

„Wir sehen uns gerne vor Ort an, was sich in der Region entwickelt, nehmen Anregungen auf, helfen auch gern einmal moderierend“, begründete Andrea Staude die Bad-Lausick-Visite, auf der sie von Doris Mallast, Referatsleiterin Wirtschaftsförderung der Landesdirektion, begleitet wurde. „Zwei der acht Kurorte im Freistaat liegen in der Leipziger Region. Auf beide legen wir einen besonderen Blick“, sagte Mallast. Nicht nur was das ortsgebundene Heilmittel betreffe: „Da gehört auch das Umfeld dazu.“

Beiden Frauen fielen deshalb zwei Gebäude an der Nord- und der Ostseite des Marktes auf, die den Gesamteindruck schmälerten. Um eine der Immobilien, die alte Fleischerei, bemühe sich die Kur GmbH intensiv, sagte der Bürgermeister. Im anderen, in dem sich früher die Polizeiwache befand, wolle ein privater Käufer Wohnungen und hinter den Arkaden möglicherweise ein kleines Café einrichten. Erschwert werden Investitionen in beiden Fällen vom Denkmalschutz-Status, fügte er hinzu.

Von Ekkehard Schulreich

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