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Geithain Autobahnlärm: Frohburgs Bürgermeister unterstützt genervte Anwohner
Region Geithain Autobahnlärm: Frohburgs Bürgermeister unterstützt genervte Anwohner
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12:00 12.09.2019
Wenn Tempo 130 Berechnungsgrundlage für den Lärmschutz bei Frauendorf ist, muss sichergestellt werden, dass die Marke auch eingehalten wird. Quelle: dpa
Frohburg/Frauendorf

Dass die vom Autobahn-Lärm geplagten Einwohner Frauendorfs mit ihrer Forderung nach mehr Schutz bei der Landesdirektion Sachsen und dem Autobahn-Bauer Deges einfach abprallen, hält Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) für eine falsche Reaktion. „Ich verstehe nicht, warum man nicht wenigstens eine Probemessung macht“, sagte er auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates auf Nachfrage von Susann Müller (AfD), deren Familie selbst betroffen ist.

Hiensch: Mindestens guten Willen zeigen

Man könne doch zumindest „einmal guten Willen zeigen“, so Hiensch. Er selbst habe Verständnis für die Frauendorfer, deren Lebensqualität durch den Fahrzeuglärm beeinträchtigt werde. „Ich weiß aber nicht, wie ich ihnen helfen kann.“ Sein schriftlicher Vorstoß bei der Landesdirektion habe ja keinen Erfolg gebracht und sei auch für ihn „enttäuschend“ gewesen. Er sei aber weiter mit dem Landratsamt in Kontakt und erhoffe sich von dort Unterstützung.

Anwohner: Noch mal rechnen und nachbessern

„Wir wünschen uns, dass das aufgegriffen wird, was im Protokoll der Anhörung damals festgeschrieben wurde und dass man das Ganze noch einmal neu berechnet“, forderte eine Anwohnerin an die Adresse der Landesdirektion, die vor mehr als einem Jahrzehnt das zum Baurecht führende Planfeststellungsverfahren geleitet hatte. Im Kern geht es den Anwohnern um eine deutliche Verlängerung der Lärmschutzwand.

Die Frauendorfer sind genervt vom Lärm der A72. Kann ein Tempolimit Abhilfe schaffen? Quelle: AP

Das, als auch geforderte Messungen, hatten die übergeordnete Behörde und die Deges bisher vehement abgelehnt. Nicht Messungen, sondern Berechnungen der Lärmeinwirkungen auf den Menschen seien das entscheidende, und da liege man noch unter den Prognosen, die mit mehr Fahrzeugen gerechnet worden seien.

Abgeordneter: Tempo-Reduzierung könnte helfen

Wenn der Berechnung eine Maximalgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde zugrunde liege, „dann muss doch einer überprüfen, ob die überhaupt eingehalten wird“, sagte Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU-Stadtrat und Landtagsabgeordneter: „Warum müssen wir da Monate und Jahre drüber reden?!“ Auf vielen Autobahnen gebe es Tempo-Limits ausdrücklich wegen des Lärmschutzes. Dann sollte man das bei Frauendorf doch versuchen und schauen, was das bringe. „Aber dazu muss man wollen, der Sache nachzugehen.“ Der Witz: Auf der A 72 bei Frauendorf gilt Tempo 130 nicht. Hier gibt es gar kein Limit.

Von Ekkehard Schulreich

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