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Geithain Bad Lausick: Freizeitsportler zahlen mehr für Hallen
Region Geithain Bad Lausick: Freizeitsportler zahlen mehr für Hallen
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15:26 01.03.2011
Von Ekkehard Schulreich
Ab 1.April gelten für zwei Bad Lausicker Turnhallen höhere Nutzungsgebühren. Quelle: Ekkehard Schulreich
Bad Lausick

Der Kompromiss, den der Stadtrat mit einer Gegenstimme annahm, nimmt allerdings die große Halle an der Turnerstraße von dieser Erhöhung aus.

Dass der Bad Lausicker Stadtrat ohne nennenswerte Debatte die neuen Hallengebühren beschloss, liegt möglicherweise an vorausgegangenen Beratungen, in denen das Thema durchaus kontrovers diskutiert wurde. Ende November 2010 hatte Bürgermeister Josef Eisenmann die geplanten höheren Entgelte von der Tagesordnung des Stadtrates genommen, weil sich eine Abstimmungsniederlage andeutete. Eine Niederlage, obschon die Anhebung Teil des längst beschlossenen Haushalts-Konsolidierungskonzeptes ist. Der Protest der Sportvereine folgte auf dem Fuß.

 

Jetzt klammerte die Verwaltung zumindest die städtische Turnhalle aus: Hier bleiben die Stunden-Gebühren unverändert bei 2,56 Euro im Sommer (April bis August) und 5,11 Euro im Winter. Vereine, die in der kleinen Turnhalle der Mittelschule oder in der Grundschul-Halle trainieren, zahlen künftig aber fünf beziehungsweise zehn Euro pro Stunde. Zwar kommt das eine Verdoppelung nahe, ist dennoch aber alles andere als kostendeckend. In den Augen von Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU) betreibt die Kommune deshalb (Sport-)Vereinsförderung in nicht unbeträchtlichem Maß: „Das wird den meisten bloß so nicht bewusst."

Die Verwaltung ließ Zahlen sprechen: Aus den Betriebskosten des vergangenen Jahres - Abschreibungen und Verwaltungskosten nicht berücksichtigt - ergäbe sich ein Kostensatz von 12,55 Euro pro Stunde im Sommer und 18,51 Euro pro Stunde im Winter. Die Einnahmen der Stadt hätten bei 20 950 Euro liegen müssen; tatsächlich eingespielt worden seien nur 5480 Euro. Zuschuss der Stadt: satte 15 470 Euro. Dieser Zuschuss soll durch die nun beschlossenen höheren Entgelte auf immerhin noch 10 200 Euro sinken. Im vergangenen Jahr registrierte die Stadt 335,5 Sommer-Nutzungsstunden und 904,5 Winterstunden. Das Ungleichgewicht ist darin begründet, dass zahlreiche Vereine nur in der kalten Jahreszeit auf die Hallen angewiesen sind, sonst aber vorwiegend draußen trainieren.

„Ich hatte vorgeschlagen, zwischen Kinder- und Erwachsenensport zu differenzieren. Andere Kommunen machen das doch auch", sagte Manfred Hönig (SPD), dem der Vorschlag der aktuelle Verwaltung deshalb nicht gefiel. „Die Gebühren sind trotz allem moderat, sodass es diese Unterscheidung nicht braucht", hielt dem Udo Goerke (CDU) entgegen. Eine solche Differenzierung sei kaum praxistauglich, gab Tim Barczynski (Linke) zu bedenken. „Ich denke, die Gebühren sind tragbar angesichts der tatsächlichen Kosten, die der Stadt entstehen", meinte Cordula Drechsler (FDP).

Der Stadtrat stimmte der Anhebung bei einer Gegenstimme zu. Zugleich wurde klargestellt, dass die Hallen zwischen Weihnachten und Neujahr und während der Winterferien den Sportvereinen nicht zur Verfügung stehen. Die Neuregelung soll am 1. April in Kraft treten.

Ekkehard Schulreich

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