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Geithain Bad Lausick: Für das Jubiläumsjahr kreiert Ballendorf Foto-Kalender
Region Geithain Bad Lausick: Für das Jubiläumsjahr kreiert Ballendorf Foto-Kalender
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08:00 17.12.2017
Ortschronist Werner Tischer präsentiert den Jubiläums-Kalender über Ballendorfs Geschichte. Quelle: Thomas Kube
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Bad Lausick/Ballendorf

Zwölf Blätter aus 650 Jahren dörflicher Vergangenheit: Monat für Monat können die Ballendorfer 2018 eines von ihnen aufschlagen in dem Kalender mit dem programmatischen Titel „Ballendorfs Geschichte“. Monat für Monat wird dann der 650 Jahre zurückliegenden Ersterwähnung des Ortes gedacht. Der im Vorfeld dieses Jubiläums eigens gegründete Kultur- und Heimatverein plant Veranstaltungen, die sich wie ein roter Faden durch dieses besondere Jahr ziehen. Und er gewann den Ortschronisten Werner Tischer dafür, ein großformatiges historisches Kalenderwerk zu kreieren. Das wurde beim allerersten Ballendorfer Weihnachtsmarkt, der am ersten Advent den Auftakt für das Jubiläumsjahr bildete, rund 100-mal verkauft.

„Der Kalender soll Anregung sein, sich mit der Geschichte unseres Dorfes auseinanderzusetzen“, sagt Werner Tischer (82), der sich mit dem Dorf seit mehr als einem halben Jahrhundert verbunden fühlt und der vom Wochenend-Siedler längst zum Einwohner wurde. Zu einem, dem die Ballendorfer Historie inzwischen vertrauter ist als vielen seiner Zeitgenossen, da er für die Geschichte ein Faible hat. Johannes Oliva, in den DDR-Jahrzehnten Lehrer und Kultur-Faktotum im Dorf, befasste sich intensiv mit der Chronik. Die wurde später von Elfriede Kunze und Hannelore Gläser fortgeschrieben; seit der Vereinsgründung kümmert sich Gunther Lange darum. Während die Chronik die Abläufe in zeitlicher Reihung erzählt, geht Werner Tischer bei seinen Recherchen in die Breite und die Tiefe. Zu Kirche und Schule, zu Mühlen und Landwirtschaft, zum Männergesangsverein und anderem hat er geforscht – und zum Beispiel auf der LVZ-Heimatgeschichtsseite publiziert –; vor allem aber hat er eine Chronik für jeden einzelnen der Ballendorfer Bauernhöfe zusammengetragen. Aus diesem Fundus konnte er für den Kalender schöpfen.

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Ballendorfs Erwähnung anno 1368 führt der renommierte Historiker Karlheinz Blaschke, Nestor der sächsischen Landesgeschichtsforschung, auf das lateinische Schriftstück eines Mönchs zurück. Dass die Gegend allerdings schon deutlich früher besiedelt war, belegen die Funde von Knochenresten und Scherben, die Ballendorfer Bauern auf ihren Feldern machten und die im Grimmaer Museum archiviert sind. Zwei Deutungen gibt es für den Ortsnamen: Johannes Oliva bezieht ihn auf Ballo, den Kühnen, der im Zuge der Landnahme Wiprecht von Groitzschs den Ort gegründet haben könnte. Da parallel die Wälder gerodet wurden, kann Ballendorf auch von Stubben, von Wurzelballen herrühren.

Der Jubiläumskalender, dessen Gestaltung der Bad Lausicker Grafiker Jens Barkschat besorgte, zeigt den Ort in den vergangenen Jahrzehnten: Windmühle und Kirche, Schulklasse und Chor, Schnitte von Oliva. In Verbindung mit kurzen Erläuterungstexten Tischers ist er selbst für Ballendorfer erhellend – und er macht neugierig auf all das, was im Jahr des Jubiläums passiert. Höhepunkt ist das Fest im August. Werner Tischer, der bereits die 600-Jahr-Feier miterlebte, freut sich darauf: „Und unser erster Weihnachtsmarkt gab einen schönen Vorgeschmack.“

Von Ekkehard Schulreich

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