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Geithain Bad Lausick: Thierbaumer Kirche ist saniert
Region Geithain Bad Lausick: Thierbaumer Kirche ist saniert
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20:48 01.11.2018
Neuer Schiefer auf dem Dach, frische Farbe an der Fassade: Die Sanierung der Thierbaumer Kirche ist geschafft. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick/Thierbaum

Leuchtend wie der goldene Herbst zeigt sich die kleine Thierbaumer Kirche nach dem Abschluss der umfangreichen Sanierung. Rund 360 000 Euro wurden in die Kirche investiert, die zuletzt vor anderthalb Jahrhunderten umgebaut worden war. Bei den Arbeiten zeigte sich jetzt, dass die Schäden an der Substanz ungleich größer waren als von außen sichtbar. Der erfolgreiche Abschluss der Arbeiten, den viele Thierbaumer durch ihre Spenden unterstützten, ist am Sonntag Anlass für einen besonderen Gottesdienst. Danach wird im Dorfgemeinschaftshaus gefeiert.

Deckenbalken waren verfault

„Als wir das Dach geöffnet hatten, sahen wir, dass die Schäden an der Konstruktion erheblich größer waren“, sagt Gerhard Köpping, Ortsvorsteher und selbst Bauingenieur. Mitarbeiter des Bad Lausicker Unternehmens Lipfert tauschten in der Folge angefaulte Deckenbalken und Sparren aus, sorgten für eine einheitliche Eindeckung der Kirche und ihrer Anbauten mit Naturschiefer.

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Die sanierte Kirche leuchtet wie der goldene Herbst. Quelle: Jens Paul Taubert

Ein Kraftakt war zudem die Erneuerung der Fenster. „Es stellte sich heraus, dass sie nicht erhalten werden konnten“, so Köpping. Um den Denkmalschutz-Belangen zu entsprechen, mussten originalgetreue Nachbauten her. Der Austausch der Fenster hatte zur Folge, dass auch im Kircheninneren – vor zwei Jahrzehnten saniert – Putz- und Malerarbeiten fällig wurden. Zudem wurden drinnen das Treppenhaus überarbeitet, historische Türen hergerichtet. Nach dem historischen Befund erhielt die Fassade zudem einem frischen Anstrich. Parallel dazu wurde die Kirchenmauer saniert. Lediglich der Zaun muss in den nächsten Wochen, wie es das Wetter zulässt, komplettiert werden.

Schäden sorgen für Mehrkosten

Die so nicht erwartete Komplexität der Bauschäden trieb die Kosten in die Höhe. Statt der veranschlagten 322 000 Euro werde man am Ende wohl an die 360 000 Euro ausgegeben haben, sagt Gerhard Köpping. Die 257 000 Euro Fördergeld, die über das Leader-Programm Leipziger Muldenland zur Verfügung gestellt wurden, entsprechen damit nicht mehr bei den erhofften 80 Prozent Förderung, die Quote liegt nun unter dieser Marke. Doch das Manko lasse sich durch die Spendenbereitschaft der Thierbaumer – darunter eine sehr hohe Einzelspende – und durch Mittel der Landeskirche ausgleichen.

Gottesdienst am 4. November

Der Gottesdienst am Sonntag beginnt 10.15 Uhr. Im Dorfgemeinschaftshaus werden danach Mittagessen und später Kaffee und Kuchen aufgetragen, damit sich die Einwohnerschaft in geselliger Runde versammeln kann.

Von Ekkehard Schulreich