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Geithain Bad Lausicker Naturfotograf zeigt „Poesie des Waldes“
Region Geithain Bad Lausicker Naturfotograf zeigt „Poesie des Waldes“
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08:51 06.09.2019
Auf Augenhöhe: Harald Lange betrachtet den Wald als einen Schatz, diese Fotografien als Teil seines Lebenswerks. Quelle: Armin Kühne
Leipzig/Thierbaum

Ist die Natur sein künstlerisches Elixier, dann ist es der Wald mit allem, was ihm innewohnt, im Besonderen: Von der „Poesie des Waldes“ erzählt Harald Lange, international renommierter Fotograf und Autor aus Thierbaum, jetzt in der „media city leipzig“, einem der Film- und Fernsehproduktion dienenden Komplex auf dem alten Schlachthof in Nachbarschaft des MDR. Die Schau schließt an die gleichnamige Ausstellung im vergangenen Jahr auf Schloss Colditz an. Fanden dort 364 großformatige Farbfotografien Platz (“Und eine erfreuliche Resonanz!“), wählte Lange jetzt ein halbes Hundert Bildtafeln aus. Den Kosmos, den er dem Besucher eröffnet, schmälert das nicht.

Natur-Fotograf Harald Lange bringt seine in Colditz erfolgreiche Schau etwas verkleinert jetzt nach Leipzig in die „media city“ neben dem MDR.

Konkreter Traum vom Wald

Ein Waldkauz vor der Silberscheibe des Mondes. Luchse, Rotwild, Wölfe natürlich. Knorrige Rotbuchen, lebensprall, und gefallene, schon überwachsene Stämme. Die Fotografien, die nicht nur in Deutschland entstanden, fügen sich zusammen zu einem Kaleidoskop eines konkreten Waldes, mehr noch aber jenes, den jeder - als Deutscher mit der nachgesagten „besonderen Beziehung zum Wald“ - in seinem Herzen trägt. Und der, so muss man angesichts von Trockenheit und unübersehbarerer Schäden fürchten, so bald nicht mehr sein wird.

Wald- Fotografien nennt Lange Lebenswerk

„Der Wald hat mich von frühester Kindheit an fasziniert“, bekannte Harald Lange zur Vernissage, geboren in Wald(!)heim, vor seinem Studium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst geprägt durch den legendären Colditzer Naturfotografen Helmut Drechsler. Ein Mann, der ihm Brücke war zu Beruf wie Berufung. Beides führte Lange über Jahrzehnte auf alle Kontinente. Mit Brockhaus, Urania, Bibliografischem Institut rief der nun 81-Jährige Namen zurück von Weltunternehmen, die seine Bücher verlegten, nach der Wende aber untergingen. Harald Lange aber arbeitet, zu Hause längst mit seiner Frau im Bad Lausicker Ortsteil Thierbaum (!), ein Stück außerhalb des Dorfes unter Baumkronen. Die Bilder der „Poesie des Waldes“ nennt er Ausschnitte seines Lebenswerks – diese Bilder des Waldes, nicht seine leichter beeindruckenden Unterwasser-Fotografien aus südlichen Meeren.

Besichtigt werden kann die Schau in der Cafeteria der „media city“, Altenburger Straße 15, montags bis freitags, 9 bis 18 Uhr.

Von Ekkehard Schulreich

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