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Geithain Bio-Gemüse nicht nur für Leipzig
Region Geithain Bio-Gemüse nicht nur für Leipzig
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13:37 17.09.2019
Kai Bohne auf seinem Gemüsefeld mit einer roten Variante des Grünkohls. Quelle: Ekkehard Schulreich
Rochlitz/Geithain

Als Synke und Kai Bohne im Köttwitzschtal, einer idyllischen Landschaft zwischen Geithain und Rochlitz, mit Bio-Landwirtschaft starteten, waren sie die Zweiten im damaligen Kreis Rochlitz. Was auf 1,9 Hektar Fläche 1994 klein begann, hat sich ausgewachsen und Kontinuität gewonnen: In seinem 25. Jahre beliefert der Bio-Bauernhof von Stollsdorf aus seine Kundschaft vor allem in Leipzig, zunehmend aber auch im näheren Umland. Vor zwei Jahren kam ein kleiner Hofladen hinzu. Außerdem ist man auf dem Rochlitzer Regionalmarkt vertreten. Das Hof-Jubiläum ist am 21. September zwischen 14 und 21 Uhr Anlass für ein Fest. Dann gibt es Feldführungen und regionales Handwerk, eine Strohhüpfburg und Musik.

Traum vom eigenen Hof verwirklicht

„Ein eigener Betrieb, das war immer der Traum. In der DDR wäre der nicht zu erfüllen gewesen“, sagt Kai Bohne, der wie seine Frau Landwirtschaft studierte und vor einem Vierteljahrhundert diesen Traum umzusetzen begann. Der Teil eines Hofes in Köttwitzsch, der ihnen zur Nutzung überlassen wurde, grenzte die Entwicklung ein. Deshalb waren beide froh, 1998 einen 150 Jahre alten Dreiseitenhof im benachbarten Stollsdorf erwerben zu können. Hier wirtschaften sie seither; der Hofladen eröffnete wenige Meter entfernt unten an der Straße, wo die Gemarkungen Köttwitzsch und Stollsdorf aneinander stoßen.

„Wir leben vor allem vom Gemüseanbau und von Kartoffeln“, sagt Kai Bohne und weist über die Äcker, die sich in die hügelige Landschaft schmiegen. Salat, Kohl, Rote Bete, Rettich seien trotz Trockenheit gut geraten. Der Kartoffelertrag werde dagegen wohl nicht so prächtig: „Wir haben gerade erst mit der Ernte begonnen. Doch die Trockenheit war ein Problem, zudem das massenhafte Auftreten des Kartoffelkäfers.“

Auf den Gemüsefeldern kommen Pferde zum Einsatz

Rund 20 Hektar Fläche gehören heute zum Biohof, der auch Kleegras und Getreide produziert. 70 Hühner tummeln sich in Freilandhaltung, ein halbes Dutzend Mutterkühe samt Nachzucht stehen auf der Weide. Synke und Kai Bohne arbeiten hier mit drei Mitarbeitern, werden von drei Minijobbern unterstützt. In der Anfangszeit unterhielten sie in Leipzig und Chemnitz je ein Geschäft. Heute konzentrieren sie sich auf den Leipziger Raum. 120 Abo-Kisten mit Gemüse verlassen Woche für Woche den Hof in diese Richtung. Nachhaltig erzeugte Lebensmittel gewännen eine immer breitere Akzeptanz, längst nicht mehr nur in der Großstadt, wo die Kaufkraft auch eine höhere sei, sagt Kai Bohne: „Wir selbst setzen auf eine Kreislaufwirtschaft.“ Und auf den Gemüsefeldern gern auch auf das Pferd, weniger auf den Traktor.

Von Ekkehard Schulreich

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