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Geithain Ernstfall kontra Probe: Alarm in Bad Lausicker Firma
Region Geithain Ernstfall kontra Probe: Alarm in Bad Lausicker Firma
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18:27 05.07.2019
Das Szenario: Es brennt in der ersten Etage des Betriebsgebäudes. Die Feuerwehr muss nicht nur löschen, sondern auch eine im Haus Vermisste in Sicherheit bringen. Quelle: Jens Paul Taubert
Bad Lausick

Als die Sirene am Freitag Nachmittag, 14.35 Uhr, in Bad Lausick zu hören war, hatten die Mitarbeiter des Unternehmens Rotstahl das Firmengebäude bereits geordnet verlassen. Rauch quoll aus einem Fenster in der ersten Etage. Als das Dutzend Mitarbeiter am Sammelpunkt stand, wurde klar: Eine Frau fehlte. Sie war drinnen, in Gefahr.

Übung in Bad Lausick: Eine Frau muss aus dem verqualmten Haus gerettet werden. Quelle: Jens Paul Taubert

„Aus meiner Sicht hat alles funktioniert. Unsere Leute sind aufgeregt, aber geordnet raus. Die ersten Kräfte der Feuerwehr waren schnell vor Ort. Wenn du da stehst und auf Hilfe wartest, dehnt sich die Zeit. Aber ich hatte ein gutes Gefühl“, meinte Geschäftsführer André Trautner mit Blick auf die Einsatz-Übung. Seit Jahren ist er Förderer der Feuerwehr und Mit-Initiator der Initiative „Keiner kommt. Feuerwehr in Not.“

In Bad Lausick kamen die Ehrenamtlichen binnen Minuten – und dass ungeachtet der Tatsache, dass ein Teil der Kameraden beim Brand eines Mähdreschers bei Hainichen seit dem Mittag ernstlich gefordert war. Im Minutentakt rollten die Fahrzeuge der Wehren Bad Lausick, Buchheim, Ebersbach vor; Glasten, Etzoldshain und Ballendorf wurden nachalarmiert. Schläuche wurden ausgerollt, eine Wassertrasse von einem Hydranten in der Erich-Weinert-Straße her aufgebaut. Eine zweite legten die Buchheimer. Um ans Tonloch zu kommen, mussten sie über das Freigelände des Freizeitbades „Riff“ rollen; der nötige Schlüssel lag im Bad griffbereit. Unter Atemschutz wurde inzwischen die Vermisste gesucht und aus dem Gebäude gebracht.

Alles lief eingespielt: Die Atemschutzgeräte-Träger machten sich fertig, um in das Gebäude vorzudringen. Quelle: Jens Paul Taubert

„Ausreichend Atemschutzgeräte-Träger zur Verfügung zu haben, ist tagsüber oft ein bissel problematisch“, sagte Steffen Kunze, der stellvertretende Kreisbrandmeister. Alles in allem sei die Übung gut verlaufen „bis auf Kleinigkeiten, an denen man arbeiten muss“. Ein Kompliment machte Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) den Ehrenamtlichen. Das Fazit von Stadtwehrleiter Tim Barczynski, der den Einsatz koordinierte, war ein „großes Lob. Die Aufgabenverteilung funktionierte. Und was man nicht vergessen darf: Viele kamen grade von einem scharfen Einsatz – Respekt!“

Von Ekkehard Schulreich

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