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Geithain Es brennt zwischen Geithains Bürgermeister und seiner Feuerwehr
Region Geithain Es brennt zwischen Geithains Bürgermeister und seiner Feuerwehr
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00:21 25.11.2017
Es brennt zwischen Geithains Bürgermeister und seiner Feuerwehr. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Dieses Kennenlernen war von anderer Natur als gedacht: Geithains Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) hatte die fünf freiwilligen Feuerwehren der um die Gemeinde Narsdorf gewachsenen Stadt für den Dienstagabend ins Bürgerhaus eingeladen. Während die Kameradinnen und Kameraden aus Ossa, Rathendorf, Narsdorf und Niedergräfenhain ihr Kommen signalisierten, ließen die Geithainer die Frist zur Zusage verstreichen. Dass Wehrleitung und Bürgermeister nicht miteinander können, wurde offenbar. Dass er aber, wie ihm Orts- und Stadtwehrleiter Jens Krznaric via LVZ vorwarf, Stillstand für die Wehren verursacht, wies Frank Rudolph vorm Stadtrat klar zurück: „Die Geithainer Feuerwehr ist eine der am besten ausgerüsteten im Landkreis.“

Mit bis zu 200 Gästen hatte der Bürgermeister gerechnet, nur 65 wollten dabei sein. „Die Feuerwehr Geithain hat sich nicht gemeldet. Das war für mich der Grund, die Kennenlern-Veranstaltung ab­zusagen.“ Er bedauere das. Vorwürfe, die Verwaltung und namentlich er selbst würden mit der Streichung von Geldern und mangelnder An­erkennung ehrenamtlichen Engagements die Feuerwehr ausbremsen, verwies Ru­dolph in das Reich der Fabel: Der Stadtwehrleiter „verkennt die Situation der Städte und Gemeinden im Landkreis völlig“. Dass die Geithainer Wehr hervorragend aufgestellt sei, habe ihm der Kreis ausdrücklich bestätigt.

„Die Stadtwehrleitung und der Bürgermeister verstehen sich nicht, das ist das Problem“, bestätigte CDU-Stadtrat und Feuerwehrmann André Brendemühl. Die Wehr habe sich zu der Party einen Tag zu spät angemeldet; dieser Lapsus könne im Ehrenamt doch geschehen. „Dass wir die beste Feuerwehr sind, haben wir dem Stadtwehrleiter zu verdanken.“ Diesen Seitenhieb konnte Brendemühl sich nicht verkneifen: „Schade, dass es so endet. Wir werden uns heute zu Rostern und Bier treffen – ohne Bürgermeister.“

Vom Schlagabtausch irritiert waren die „neuen“, die Ex-Narsdorfer Stadträte. War es bloße Vergesslichkeit oder doch eine Retourkutsche, dass die Kennenlern-Party ins Wasser fiel, sinnierte Lutz Hiller (Freie Wähler). Zur selben Zeit, da diese Frage in der Ratssitzung offen blieb, rollte Geithains Feuerwehr mit vier Fahrzeugen nach Rathendorf hinüber. Dort im Dorfgemeinschaftshaus trafen sich die Feuerwehrleute in geselliger Runde.

Von Ekkehard Schulreich

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