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Geithain Eschefeld: Kunstrasen-Platz ist beschlossen
Region Geithain Eschefeld: Kunstrasen-Platz ist beschlossen
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11:32 16.09.2019
Früher Ort von Feiern und Partys, seit Ende April ein Ort für den Sport: die Halle in Eschefeld. Jetzt werden noch die Sanitärräume hergerichtet und ein Kunstrasen-Platz gebaut. Quelle: Julia Tonne
Frohburg

Ein Jahrzehnt ist es her, dass der Frohburger Stadtrat einen Sportstätten-Entwicklungsplan beschloss. Höchste Zeit, ihn zu aktualisieren, sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) schon vor Monaten - nicht nur weil sich in zehn Jahren eine Menge getan habe, sondern auch weil die durch die Eingliederung von Kohren-Sahlis hinzu gekommenen Plätze und Gebäude berücksichtigt werden müssten. Dass das weiterführende Dokument im Parlament bestätigt würde, schien kurz vor der jüngsten Sitzung nicht sicher. Die CDU-Fraktion sah offene Fragen, vor allem was den Bau eines Kunstrasen-Feldes in Eschefeld betrifft.

Blick in die Eschefelder Halle mit ihren Spielfeldern. Quelle: Julia Tonne

In Eschefeld folgt Bauabschnitt zwei

Hatte die Stadt zuletzt die über Jahre geschlossene Sporthalle in Eschefeld wiederbelebt und saniert, plant sie in einem zweiten Bauabschnitt, die Umkleide- und Sanitärräume zu sanieren. Bis zum 30. September müsste dafür ein Förderantrag gestellt werden. „Es ergibt aber keinen Sinn, Geld reinzustecken, wenn man sich nicht bekennt, den Sportplatz zu entwickeln“, sagte Hiensch. Noch im Technischen Ausschuss habe man sich trotz Mikroplastik-Debatte darauf verständigt, einen Kunstrasenplatz zu schaffen. Dabei wisse man den BSV Einheit Frohburg und die vier anderen Vereine SV Flößberg, Olympia Frankenhain, dem TSV 1847 Kohren-Sahlis und der SG Gnandstein hinter sich, die den Platz nicht nur nutzen wollten, sondern von denen die Initiative ausgegangen sei, Eschefeld zu ertüchtigen, um eine Entlastung andernorts zu erreichen. Ein herkömmlicher Rasen bringe zudem Probleme mit sich, „wenn die Trockenperioden anhalten“.

Fußballer: Kunstrasen unverzichtbar für Winter-Training

Um von Oktober bis März ordentlich trainieren zu können, sei der Kunstrasen unverzichtbar, sagte Rico Hiensch (BuW), der die Abteilung Fußball bei Einheit leitet: „Es wäre ein Frevel, einen Rasenplatz zu bauen.“ Andreas Mertin (Linke) unterstützte ihn: „Die klimatischen Bedingungen werden sich gewaltig ändern.“ Auch vor diesem Hintergrund sei ein Kunstrasen wirtschaftlicher. Den Eschefelder Fußballplatz, der seit Jahren kaum genutzt werde, so herzurichten, dass mehrere Vereine profitierten, sei sinnvoll, sagte Heiko Mühling (BuW). Auf jeden Fall müsse man den Beschluss fassen, um die Förderung beantragen zu können, meinte Siegmund Mohaupt (CDU). Die Strategie stimme; offene Fragen könne man mit den Vereinen klären.

Der Beschluss fiel danach einstimmig aus. An der Modernisierung der Eschefelder Sportstätten inklusive Kunstrasens wird festgehalten. Die Stadt beantragt Fördermittel, um die Hallen-Sanierung zu vollenden.

Sportstätten

Unabhängig von bestehenden Nutzungs- und Erbbaurechtsverträgen mit Sportvereinen will die Stadt Frohburg diese Sportstätten erhalten und entwickeln:

Sporthallen: Schulsporthallen Frohburg und Kohren-Sahlis, Sporthallen Prießnitz, Flößberg, Eschefeld, Mehrzweckhalle Greifenhain, Mitnutzung der privaten Sporthalle Frankenhain

Sportplätze: Stadion Frohburg mit Leichtathletik- und Tennisanlagen und Sportlerheim, alter Sportplatz Frohburg, Sportplätze Kohren-Sahlis und Gnandstein mit Sportlerheim, Sportplatz Frankenhain mit Schulsportanlage, Kunstrasenplatz Eschefeld

Sonstige: Freibad Frohburg, Kegelbahn im Dorfgemeinschaftshaus Tautenhain Bolzplätze in manchen Ortsteilen werden als Spielplätze eingeordnet und sind deshalb nicht Teil dieses Konzeptes

Von Ekkehard Schulreich

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