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Geithain Fäkalien in der Eula: noch keine Lösung
Region Geithain Fäkalien in der Eula: noch keine Lösung
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18:39 21.09.2018
Der Einbau dieser Siebe, den der Verband im vergangenen Jahr veranlasste, hat nicht den gewünschten Effekt gebracht. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Ob zur Entlastung des Stauraumkanals in der Altenburger Straße in Geithain zusätzliche Staukapazitäten geschaffen werden könnten, das ließ der Versorgungsverband Grimma-Geithain jetzt durch ein Ingenieurbüro ermitteln. Bei Starkregen kommt es immer wieder zum Eintrag von Fäkalien in die Eula, weil dann das Abwassersystem kollabiert. Auch die Grundstücke der Eula-Anlieger wurden mehrfach überflutet und verschmutzt.

Siebe haben Problem nicht beseitigt

Der Einbau von Sieben, den der Verband im vergangenen Jahr veranlasste, brachte nicht den gewünschten Effekt, denn seither kam es erneut zu Verschmutzungen. Der Druck seitens der Stadt Geithain wurde damit noch größer. Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) fordert unmissverständlich, die Probleme abzustellen, und reagierte bereits mit Anzeigen.

4000 Kubikmeter zusätzliche Kapazität wären nötig

Der Verband bemühe sich um eine Lösung, sagt Geschäftsführer Lutz Kunath. Die besagte Untersuchung des Ingenieurbüros helfe indes nicht weiter: „Das Prüfergebnis war leider negativ. Zu einer effektiven Vermeidung der Überstau-Erscheinungen in der Altenburger Straße mit Ablauf in die Eula wäre eine zusätzliche Kapazität von 4000 Kubikmetern notwendig.“ Dafür aber gebe es weder an der Altenburger Straße noch im Bereich des Geithainer Stadtparkes genügend Baufläche. Zudem wären die erwarteten Kosten von mehr als zwei Millionen Euro nicht finanzierbar.

Suche nach anderer Lösung läuft

„Wir suchen aber weiter nach einer alternativen Lösung. Diese könnte darin bestehen, den Stauraumkanal in der Altenburger Straße um 100 bis 150 Meter zu verlängern und erst dort das eingestaute Abwasser in die Eula abzuleiten“, sagt Kunath. Dazu gebe man eine Vorplanung in Auftrag, die Anfang des Jahres 2019 fertig sein solle.

Mit dieser Variante entstünden aber unabhängig von der unsicheren Finanzierungsmöglichkeit weitere Probleme, die im Vorfeld zu klären seien: Private Grundstück müssten in Anspruch genommen werden, um die Leitung zur Eula verlegen zu können. Die Altenburger Straße (Bundesstraße 7) würde über mehrere Monate gesperrt. Es brauche die Zustimmung der Genehmigungsbehörden Landkreis und Landestalsperrenverwaltung.

Von Ekkehard Schulreich

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