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Geithain Ferien-Abenteuer in der Heubodenherberge Linda
Region Geithain Ferien-Abenteuer in der Heubodenherberge Linda
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14:00 15.07.2019
Projektwoche in der Heuherberge Linda - hier basteln Aina, Franziska, Fehre, Jannik und Rémy gerade Traumfänger. Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg/Linda

In Tipihausen ticken die Uhren ein wenig anders: Kinder haften für ihre Eltern, Kräutersträuße und selbstgebastelte Traumfänger schaukeln fröhlich im Wind, die Indianerzelte sind mit Graffiti besprüht und die Dorfgemeinschaft lebt friedlich nach ihren eigenen Regeln zusammen.

„An erster Stelle steht bei uns der Respekt“, sagt Sandra Böttcher, die Projektleiterin für das Kinder-Ferienabenteuer „Alles ganz anders“ in der Heubodenherberge Zwicker in Linda. Organisiert wurde die Woche von der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen und gefördert vom Jugendamt beim Landratsamt Leipziger Land sowie dem Sächsischen Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Eine spannende Ferienwoche mit Basteln, Malereien und Holzarbeiten verlebten jetzt Kinder aus der Region in der Heubodenherberge Linda.

Tretbootfahren am Lindenvorwerk als Freizeitspaß

Mitten im Grünen erlebten die 26 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren eine spannende Woche. Nachhaltigkeit spielte für sie eine große Rolle, Wiederverwertung und alle Themen rund um die Natur. Sandra Böttcher zählt die Aktivitäten auf: Tretbootfahren am Lindenvorwerk, Geländespiele, Talente-Abend und verschiedene Kreativangebote.

In der Holzwerkstatt von Silvio Ukat entstanden beispielsweise die Gerüste fürs Tipi, aber auch Schilder, Schwerter und Schubladen; in der Druck- und Textilwerkstatt wurde die Außenhaut der Tipis bemalt, Ponchos, Bilder und Möbel sowie Jute-Rucksäcke und in der Kräuterwerkstatt wurden Sträuße gebunden und Seife gesiedet.

Mischung aus Draußensein und ländlich-rustikaler Lebensweise

„Wir sind einfach stundenlang durch die Gegend gestreift und haben Material zum Basteln zusammengesucht“, erzählt Sandra Böttcher. „Die Woche war also eine Mischung aus Draußensein, ländlich-rustikaler Lebensweise und kultureller Bildung. Wenn die Kinder nun etwas entdecken und sagen ,Mensch, daraus kann man aber was machen` haben wir mit unserem Projekt viel erreicht.“

„Die Mädchen und Jungen haben sich schnell mit unserem Dorf Tipihausen identifiziert“, zieht die Projektleiterin zufrieden Bilanz, „es ist mit der Zeit immer lebendiger geworden.“ Nach diesem Ferienabenteuer wird es im nächsten Jahr möglicherweise eine zweite Auflage geben. „Es hat auf jeden Fall Potenzial zur Wiederholung.“

Von Kathrin Haase

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