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Geithain Freies Gymnasium gehört zu Penig
Region Geithain Freies Gymnasium gehört zu Penig
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19:04 30.08.2019
Ehrung der Gymnasiums-Mitarbeiter der ersten Stunde (von links): Claudia Mehnert (Fachlehrerin Biologie), Dirk Vogel (Fachlehrer Biologie/Chemie), Roland Hagen (Fachlehrer Mathematik/Informatik), Armin Frei (Fachlehrer Mathematik/Physik/Informatik und stellvertretender Schulleiter) und Katrin Lenkeit (Sekretärin/Buchhalterin). Quelle: Gymnasium
Penig

In bisher 17 Abiturjahrgängen legten 380 Absolventen am Freien Gymnasium Penig ihr Abitur ab, darunter nicht wenige aus dem südlichen Landkreis Leipzig. Vor 20 Jahren ging die von einem Verein getragene Bildungseinrichtung in Betrieb. Aus dieser Zeit sind vier Lehrer und die Schulsekretärin noch an Bord. Heute arbeiten 30 Lehrer im Gymnasium. Das Jubiläum wird am 2. September mit einem Festakt in der Aula gefeiert. Für die LVZ zieht der Peniger Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU), Schul-Mitbegründer und Vorsitzender des Trägervereins, eine Bilanz.   

Thomas Eulenberger (CDU), Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins. Quelle: Stadt Penig

Mitte der 1990er-Jahre zeichnete sich ab, dass das staatliche Gymnasium keine Zukunft haben wird. Wer waren die maßgeblichen Initiatoren des Freien Gymnasiums in Penig?

Das waren wir, das heißt die Stadtverwaltung, die damaligen Stadträte, Unternehmer und Gewerbetreibende der Peniger Stadtgesellschaft.  

Welche Intentionen hatten Sie?

Wir haben sofort erkannt, dass ein Wegfall dieses Bildungswegs in unserer Stadt Nachteile in puncto Familienfreundlichkeit und bei der Nachwuchsgewinnung für unsere Unternehmen mit sich bringt.

Welche der damaligen Ziele wurden umgesetzt? Welche Ziele sind heute dominant?

Zunächst ging es uns darum, den Schulbetrieb aufzunehmen – auch mit Klassenstufen im oberen Bereich, der Klasse 9, um den Peniger Schülern bei der Schließung des staatlichen Gymnasiums den Verbleib an der Bildungseinrichtung in unserer Stadt zu ermöglichen. Heute arbeiten wir als Trägerverein daran, dass sich die Schule in der mittelsächsischen Bildungslandschaft weiter etabliert und in der Unterrichtsqualität stets weiter entwickelt.

Wenn Sie auf 20 Jahre zurückschauen: Was hat die Gründung des Gymnasiums bewirkt – für die Menschen, für die Stadt, für die regionale Wirtschaft?

Die Schule ist als Arbeitgeber, als Konsument und als Ort auch der kulturellen Bildung eine anerkannte Institution in unserer Stadt.

Welchen Beitrag leisteten die Kommune zu dem Erfolg, welchen der Trägerverein?

Die Stadt unterstützte das Gymnasium durch umfangreiche Zuschüsse bei der Instandsetzung und Ertüchtigung an allen drei Gebäuden. Insgesamt reden wir hier von rund 1,4 Millionen Euro. Außerdem unterstützen wir die Schule administrativ, bei Finanzplanung und Buchhaltung. Unser Verein warb mehr als 200.000 Euro an Spenden ein.  

Die Bildungslandschaft hat sich seither verändert, auch die Lebenssituation in der Stadt ist anders. Welchen Stellenwert hat das Gymnasium im nächsten Jahrzehnt?

Neben dem Realschulabschluss, der aus unserer Sicht zu Recht wieder an Bedeutung gewinnt, wird es eine sehr gute gymnasiale Bildung gerade im dünner besiedelten Raum brauchen. Die Standorte sollten für alle mit zumutbaren Wegzeiten erreichbar bleiben. Unser Gymnasium erfüllt diese Kriterien.  

Welche Impulse müssen jetzt gesetzt werden?

Wir müssen weiter an einer guten Entwicklung der Unterrichtsqualität arbeiten. Das ist ein stetiger Prozess.

Das im Gymnasium verankerte „Peniger Gespräch“ war über Jahre ein Podium, das in die Stadtgesellschaft, die Wirtschaft, die Politik hineinwirkt...

Bedingt durch den guten Zuspruch der Zuschauer sind wir zwischenzeitlich in das Kulturhaus umgezogen. Der große Saal steht ab diesem Herbst, nach Beendigung der Instandsetzungsarbeiten, wieder zur Verfügung und bietet auch einen barrierefreien Zugang.

Welcher Gesprächspartner hat Sie am Nachhaltigsten beeindruckt?

Da möchte ich neben Kurt Biedenkopf nur Roman Herzog herausheben. Aber auch alle anderen haben uns etwas zu sagen gehabt.

Auf wen freuen Sie sich demnächst?

Wir haben wieder eine Persönlichkeit aus der Politik eingeladen, aber bisher keine Zusage, weshalb ich dazu noch nichts Näheres sagen kann.

Von Ekkehard Schulreich

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