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Geithain Frohburg: Zu wenig Ehrenamtliche für zu viele Wahllokale
Region Geithain Frohburg: Zu wenig Ehrenamtliche für zu viele Wahllokale
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15:00 08.07.2017
Blick auf das Frohburger Rathaus. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Für die Besetzung der Wahlvorstände am Tag der Bundestagswahl im September sucht die Stadt Frohburg weiter Ehrenamtliche. Trotz vielfältiger Bemühungen habe man bisher lediglich 50 freiwillige Helfer gewinnen können, sagt Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Das bedeute, dass 71 Helfer aus der Verwaltung und den kommunalen Einrichtungen aufgeboten würden. Den zusätzlichen finanziellen Aufwand bezifferte er auf knapp 10 000 Euro. Dieses Geld werde nicht vom Bund erstattet – anders als das sogenannte Erfrischungsgeld, das die Ehrenamtlichen erhielten.

„Es zeigt sich wohl eindeutig, dass der im letzten Jahr durch Mehrheiten im Stadtrat abgelehnte Beschluss zur Änderung der Wahlbezirke falsch war“, so Hiensch. Aktuell gibt es 18 Wahlbezirke und einen Briefwahlbezirk. Sie erfordern an die 120 Wahlhelfer. Schon in der zurückliegenden Zeit mussten diese Reihen mit Stadtangestellten aufgefüllt werden, was mehrere Tausend Euro kostete. Eine Reduzierung der Lokale hätte hier Erleichterung geschafft. Doch die Ablehnung des Vorstoßes von Hiensch ging im September vergangenen Jahres quer durch die Fraktionen (die LVZ berichtete).

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Der Bürgermeister warf den damaligen Kritikern jetzt vor, heute selbst nicht ausreichend Anstrengungen zu unternehmen, um genügend Personal zu gewinnen. Die Verringerung der Wahllokal-Zahl gehöre – nach der Bundestagswahl – unbedingt erneut auf die Tagesordnung des Stadtrats.

Von es