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Geithain Frohburg ehrt zum 25. Mal Nachwuchssportler
Region Geithain Frohburg ehrt zum 25. Mal Nachwuchssportler
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13:57 07.02.2019
Die E-Junioren der SG Frankenhain/Flößberg holten den Titel der Mannschaft des Jahres. Trainiert werden die jungen Sportler von Markus Walter (links) und Marko Wahlert. Quelle: Foto: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Was die Stadt Frohburg für den Sport tut, wird einmal im Jahr augenfällig dank der Sportler-Ehrung. Zu dieser lud Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) am Mittwochabend zum 25. Mal junge und jüngste Aktive, Übungsleiter und Kampfrichter aus den Vereinen, Unterstützer im Hintergrund, Eltern und Stadträte ein. Dass sich Frohburgs Sportförderung mit dieser öffentlichen Anerkennung keinesfalls erschöpfe, machte Hiensch deutlich: "Wir tun viel für den Sport." Dafür stünden etwa die aktuellen Investitionen in die Hallen in Flößberg und Eschefeld. „Allerdings haben wir kein Geld, in jedem unserer inzwischen 33 Ortsteile einen Bolzplatz zu unterhalten.“ Das Engagement der Vereine, der Menschen vor Ort, sei unersetzlich.

Leichtathletin und Turner in Frohburg erfolgreich

Lara Kilanowska Quelle: Jens Paul Taubert

„Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel. Sie motiviert“, sagte Lara Kilanowska, völlig überrascht, dass sie zur Frohburger Sportlerin des Jahres 2018 gekürt wurde. Die 14-jährige Leichtathletin, die erst seit vier Jahren im Frohburger Turnverein trainiert, konnte sich bei Wettkämpfen im vergangenen Jahr in mehreren Disziplinen hervorragend platzieren, so bei den Kinder- und Jugendsportspielen und bei den Kreismeisterschaften in Regis-Breitingen. Ausgezeichnet wurden außerdem die Turnerinnen Lina Orban und Nele Leichsenring und die Leichtathletin Clementine von Breitenbuch (alle Turnverein Frohburg).

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Anerkennung in Frohburg für Sportler wichtig

Als „große Ehre“ empfand es Niklas Kögler aus Benndorf, dass die Wahl zum Sportler des Jahres auf ihn fiel. „Trotz der internationalen Erfolge ist es mir wichtig, zu Hause Anerkennung zu erfahren“, meinte der 15-jährige Karateka vom Verein AktivSport Saxonia. Kögler, Deutscher Meister seiner Gewichtsklasse, hatte sich sogar für die Weltmeisterschaft qualifiziert, konnte dort aber verletzungsbedingt nicht antreten. Geehrt wurden außerdem: Finley Taubert, Markus Köhler, Malte Lüpfert (Turnverein Frohburg, Leichtathletik), Yannick Kögler (Saxonia) und Tom Ackermann (BSV Einheit, Basketball).

Niklas Kögler Quelle: Jens Paul Taubert

Für die Mannschaft des Jahres gab es drei Nominierungen. Der Pokal ging an die E-Jugend der Spielgemeinschaft SV Flößberg/Olympia Frankenhain. Das von Marko Wahlert und Markus Walter trainierte Team wurde Kreismeister in der Kreisliga A. Ausgezeichnet wurden ferner die gemeinsame C-Jugend beider Vereine und die U14-Mixed-Staffel der Leichtathleten des Frohburger Turnvereins.

Stellvertretend für die vielen, die – vor allem, aber nicht nur – den Kinder- und Jugendsport ermöglichen, zeichnete der Bürgermeister Jan Eric Erhardt aus. Er leitet das Training von Saxonia in Frohburg, Greifenhain und Bad Lausick, ist als Wettkampfrichter tätig. „Mein Dank gilt allen, die sich für den Sport einsetzen“, sagte Hiensch, nannte als Höhepunkte des vergangenen Jahres neben dem Motorsport auf dem Frohburger Dreieckrennen den zum zweiten Mal ausgelobten, frequentierten Dreieck-Lauf und den Spitzenplatz der BSV-Kicker in der Kreisoberliga.

Frohburg plant Anpassung der Gebühren für Sportstätten

Weil der Sport im gewachsenen Frohburger Stadtgebiet vielfältig sei, wünschte sich Hiensch, das künftig bei der Sportler-Ehrung klarer abzubilden und ein größeres Podium zu schaffen. Wie das aussehen könnte, darüber sollten sich die Vereine Gedanken machen. Gedanken wie jene fünf Fußball spielenden Vereine, die gemeinsam die Idee für einen Kunstrasenplatz in Eschefeld entwickelten. Der stehe er aufgeschlossen gegenüber, so der Bürgermeister. Zugleich kündigte er an, dass sich der Stadtrat mit den aus dem Jahr 2003 stammenden Entgelten für die Sportstätten befassen müsse. Eine moderate Anpassung sei unumgänglich, aber: „Der Nachwuchssport bis 18 Jahre bleibt für Ortsansässige auch weiter kostenfrei.“

Von Ekkehard Schulreich