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Geithain Frohburg passt Sporthallen-Miete an
Region Geithain Frohburg passt Sporthallen-Miete an
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18:24 08.03.2019
Intensiv genutzt wird die Sporthalle Frohburg, etwa durch die Basketballer der BSV Einheit. Quelle: Thomas Kube
Frohburg

Dass für die Nutzung der Frohburger Sporthallen ab 1. Mai mehr bezahlt werden soll, sorgte im Frohburger Stadtrat am Donnerstagabend für keinerlei Kontroversen. Die aktuellen Sätze resultieren zum Teil noch aus der Zeit unmittelbar nach der Jahrtausendwende; andere wurden zuletzt 2010 und 2012 an die Kostenentwicklung angepasst.

Eschefeld soll am 1. Mai in Betrieb gehen

„Wir reden seit vielen Jahren drüber. Es hätte längst passieren müssen“, begründete Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) den jetzigen Abgleich. Die Inbetriebnahme der Sporthalle in Eschefeld, die derzeit reaktiviert werde und ab 1. Mai zur Verfügung stehen soll, habe ihn veranlasst, das Thema endlich auf die Tagesordnung zu setzen. Außerdem sei es höchste Zeit, nach der Eingliederung von Eulatal vor einem Jahrzehnt und von Kohren-Sahlis 2018 eine einheitliche Nutzungsordnung zu verabschieden.

Langjährige Nutzer werden nicht vor den Kopf gestoßen

„Ich bin ein Unterstützer der Vereine“, sagte Hiensch. Das neue Papier zeige, dass die Stadt die Sportvereine auch in der Zukunft nach Kräften fördere. Die kostenfreie Nutzung der Hallen durch Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres werde beibehalten. Beibehalten werde auch die Unterscheidung in vier Nutzergruppen. Das bedeute etwa, dass ortsansässigen Vereinen ein Nachlass gewährt werde. Man stoße langjährige Nutzer nicht vor den Kopf. Neue Nutzer zahlten im Vergleich zu umliegenden Kommunen „teils erheblich niedrigere Entgelte“. Eine Erhöhung „auf das Niveau von Geithain, Groitzsch oder Bad Lausick ist eher skeptisch zu betrachten“.

Kalkulation muss erst erarbeitet werden

Den neuen Entgelten liegt bisher keine Kalkulation zugrunde. Sie zu erstellen, sei aufgrund akuter Personalnot im Rathaus bisher nicht möglich gewesen, so Hiensch. Man werde sie aber erarbeiten, nicht nur weil die Rechtsaufsicht das fordere, sondern weil man selbst Klarheit wolle. Liege sie vor, wisse man erst genau, wie viel der tatsächlichen Hallenkosten durch die Entgelte eingespielt würden, ergo auch, wie viel Geld die Stadt Jahr für Jahr für den Sport auf diese Weise bereit stelle. Innerhalb des Stadtrates war die Sache offenbar unstrittig. Lediglich Mathias Füssel (CDU) ergriff das Wort - um Zustimmung zu signalisieren: Es sei gut, dass Frohburg auch in der Zukunft den Vereinssport und vor allem auch deren Kinder- und Jugendarbeit unterstütze. Die neue Nutzungsentgelt-Verordnung, die auf die konkrete Situation in den einzelnen Sportstätten Rücksicht nimmt und deshalb differenzierte Sätze enthält, wurde einstimmig beschlossen.

Stundensätze für Nutzung einer Zwei-Felder-Halle im Vergleich Quelle: Thomas Lieb

Von Ekkehard Schulreich

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