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Geithain Geithainer Stadt-Rallye widmet sich Menschenrechten
Region Geithain Geithainer Stadt-Rallye widmet sich Menschenrechten
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17:22 01.07.2019
Eine Station bei der Stadtrallye in Geithain: Jenga auf dem Markt. Bei Pascal (im blauen Shirt) stürzt der Turm. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Eine Flatter-Ulme, Baum des Jahres 2019, brachten Geithainer Schüler am Montagmittag im Geithainer Stadtpark in die Erde. Die Pflanzaktion markierte den Abschluss der Stadt-Rallye, die nach der Premiere im vergangenen Jahr zum zweiten Mal stattfand und die sich einem Thema widmete, das kaum zu überschätzen ist: den Menschenrechten. Die 150 Mädchen und Jungen steuerten acht in der Innenstadt verteilte Stationen an. Sie reichten von der Nikolaikirche bis zum Pulverturm, vom Tierpark bis zum Heimatmuseum.

Zusammenleben braucht Regeln

Mit anderen so umgehen, wie man selbst behandelt werden möchte: „Das ist der erste Beitrag, etwas zu tun", sagte Petra Köpping (SPD), Sachsens Integrationsministerin. Sie transformierte den globalen Begriff Menschenrechte in die Lebens- und Erfahrungswelt der Grund- und Oberschüler der Paul-Guenther-Schule, einer Bildungseinrichtung mit dem Prädikat „Schule ohne Rassismus“. Wer andere mobbe, andere diskriminiere, schränke Menschenrechte ein, so Köpping. Das Bewusstsein dafür gelte es zu schärfen. Frieden und Verständigung unter den Völkern nannte Oberschulleiter Gunter Neuhaus eine Basis für das Zusammenleben: „Dafür braucht es ein paar Regeln, die man immer wieder verinnerlichen muss.“

Am Stand der LKJ (Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit Sachsen e.V.) gestalten Jan und Laura Tourbeutel. Quelle: Jens Paul Taubert

Erstmals ist Grundschule mit dabei

„Wir Menschen haben Rechte“ hatte Nico Richter, Schulsozialarbeiter der Oberschule, den Tag überschrieben. Er musste kein anderes Motto als 2018 erfinden, denn „das Thema hat so viele Facetten“. Sophia Schulze, seit dem Frühjahr Schulsozialarbeiterin der unter demselben Dach untergebrachten Grundschule, unterstützte das Projekt. Erstmals wurden deshalb Dritt- und Viertklässler eingebunden. Für Schulleiterin Marion Zahn eine hervorragende Sache: „Mit unserem sozialen Lernen am Beginn des neuen Schuljahres werden wir daran anknüpfen.“ Überhaupt mache sich Schulzes Tätigkeit wohltuend bemerkbar: „Sie wird nicht nur von den Kindern angenommen. Auch Lehrer und Eltern profitieren davon.“

Geithainer Bauhof wird die Ulme gießen

Der Bauhof der Stadt hatte auf dem Markt Pavillons aufgestellt, kümmerte sich um Bänke, wird auch dafür sorgen, dass die Ulme über den Sommer genügend Wasser bekommt. Unterstützt wurde die Stadt-Rallye von mehrere Vereinen, Bildungsträgern, der Arbeiterwohlfahrt Leipziger Land. Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) orderte zur Mittagszeit wie vergangenes Jahr Döner für alle.

Von Ekkehard Schulreich

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