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Geithain Glastener Museum öffnet noch einmal
Region Geithain Glastener Museum öffnet noch einmal
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17:24 21.03.2019
Blick in die Glastener Heimatstube 2017.
Blick in die Glastener Heimatstube 2017. Quelle: Thomas Kube
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Bad Lausick/Glasten

Das kleine Museum zur Dorf- und Regionalgeschichte, das der Heimatverein Glasten im ehemaligen Gasthof eingerichtet hat, wird im Mai erneut öffnen. Doch möglicherweise, sagt Vereinschef Andreas Dathe, werde das die (vorerst) letzte Saison. „Unsere Mitglieder sind inzwischen Mitte 50 und deutlich älter, einige Anfang 90. Da ist nicht mehr viel zu reißen“, sagt er. Sonderausstellungen baue man deshalb seit mehreren Jahren schon nicht mehr auf, weil das die Kräfte übersteige. Noch einmal aber schöpfe man aus dem großen Fundus zur Dorf- und Heimatgeschichte, um bis Oktober Interessierten an zwei Tagen im Monat einen Einblick zu gewähren und Ausflüglern einen Anlaufpunkt zu bieten – an jedem ersten und dritten Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr. Erster Museumstag ist damit der 5. Mai.

Ortschronik steht im Mittelpunkt

Intensivieren möchte der Verein seine Arbeit an der Ortschronik. „Wir freuen uns über alle, die da etwas beitragen können“, so Dathe. Die Chronisten kommen an jedem ersten und dritten Mittwoch ab 14 Uhr im Museum zusammen. Um die Kräfte der im Dorf Aktiven zu bündeln, überlege man, ob der Heimatverein vielleicht im Parthenverein aufgehe oder ob man gemeinsam einen neuen Verein gründe, denn einbringen wolle man sich auch in Zukunft.

Mutterbuche hat unter der Sommerhitze gelitten

Wie in allen Jahren werden die Mitglieder am 17. April hinausziehen zur Mutterbuche, die nach der Wende an der alten, nach Großbothen führenden Straße neu gepflanzt wurde – als Ersatz für einen stattlichen Baum selben Namens, der eng mit der Ortsgeschichte verbunden ist. „Traditionell begießen wir ihn und stoßen auf sein gutes Gedeihen an“, sagt Andreas Dathe. Doch dieses Mal könne es sein, dass alle guten Wünsche nicht fruchten: Der anhaltende trockene Sommer 2018 sorgte dafür, dass der noch junge Baum verkümmerte. „Die Schäden sind zu groß. Er hat wohl keine Zukunft“, bedauert Dathe. Möglicherweise sei auch der Standort nicht geeignet. Erst einmal aber warte man ab – auch, wie sich der geplante Bau des Radweges Grimma–Großbothen–Bad Lausick–Borna entwickele, denn der soll unmittelbar an der Mutterbuche vorüberführen. In ihrer Nähe sei ein Rastplatz vorgesehen. Würde der 2020 tatsächlich gebaut, sei das doch ein guter Anlass, einen neuen Baum in die Erde zu bringen.

Von Ekkehard Schulreich