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Geithain Greifenhainer pressen ihren Apfelsaft selbst
Region Geithain Greifenhainer pressen ihren Apfelsaft selbst
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11:37 26.06.2019
Köhlers haben sich eine mobile Apfelpresse angeschafft - nicht nur für das Obst von den eigenen Wiesen. Quelle: privat
Frohburg/Greifenhain

Bei Anruf Saft: Ab dem Sommer ist Familie Köhler aus Greifenhain mit ihrem „Abbl-Most-Taxi“ unterwegs im Kohrener und Süd-Leipziger Land. So nennen sie ihre mobile Saftpresse, die sie zu allererst anschafften für das Obst der eigenen Wiesen, mit der sie gern aber zu Dorffesten und zu Siedlervereinen rollen möchten. Flüssiges Obst aus selbst angebauten Früchten ist im Kommen; dem wollen die Greifenhainer – Daniel Köhler ist Landwirt im Nebenerwerb – Rechnung tragen.

Köstlicher Saft aus eigenem Anbau

Nicht so sehr ökologische Erwägungen stünden im Vordergrund. „Vielen geht es vor allem darum, den Saft aus dem eigenen Garten zu trinken“, sagt der 45-Jährige, der Anfang der neunziger Jahre den Landwirtschaftsbetrieb der Eltern nebenberuflich fortzuführen begann. Enten, Gänse, Hühner, Schafe gehören dazu – und Obstbau. „Vor anderthalb Jahrzehnten fingen wir auf unseren Wiesen an, Bäume nachzupflanzen, hundert sind es mindestens. Sie tragen inzwischen ordentlich“, sagt er.

Köhlers haben sich eine mobile Apfelpresse angeschafft - nicht nur für das Obst von den eigenen Wiesen. Quelle: Greifenhain Köhler

Für die Verwertung eine Saftpresse zu kaufen, stand deshalb an. Auftrieb bekamen die Pläne im vergangenen Herbst, als der Verein „Für Greifenhain“, in dessen Vorstand Daniels Frau Nicole Görnitz-Köhler aktiv ist, zu einem ersten Apfelfest einlud. „Der Saft, den der Anbieter presste, war lecker. Doch die Rahmenbedingungen für unseren Verein waren ungünstig“, resümiert die 37-Jährige.

Schon einige Termine ausgemacht

Kurz danach habe man sich in der Familie, zu der fünf Kinder gehören, zusammen gesetzt – und Angebote für den Kauf einer Presse eingeholt. Die steht, von der Größe her einem Verkaufswagen vergleichbar, inzwischen in der Scheune. Wenn die ersten Äpfel reif sind, wird probeweise der erste Saft gepresst. „Wir sind schon sehr gespannt“, sagt Nicole Görnitz-Köhler, die aufgrund des Schichtdienstes ihres Mannes das Nebengewerbe auf ihren Namen angemeldet hat und das Gerät auch allein bedienen kann.

Längst gebe es die ersten Termine: am 14. September am Landschulheim in Dreiskau-Muckern, am 21. September in der Ökostation Borna-Birkenhain, am 28. September auf dem Michaelismarkt in Kohren-Sahlis und am 29. September beim zweiten Greifenhainer Apfelsaftfest.

Die Äpfel, Birnen, Quitten werden in der Maschine zerkleinert. Der aus der Maische entstehende Saft wird bei 78 Grad Celsius pasteurisiert und sofort in Schlauchbehältern verschiedener Größe vakuumverpackt. 100 Kilogramm Obst erben 50 bis 70 Liter Saft. Mindestens 30 Kilogramm sind nötig, um eine Charge zu pressen. „Damit ist auch sortenreines Pressen möglich, etwa für Allergiker.“

Von Ekkehard Schulreich

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