Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Jetzt doch: Bad Lausick beantragt Fördermittel für Radweg
Region Geithain Jetzt doch: Bad Lausick beantragt Fördermittel für Radweg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:34 27.09.2019
Die Stadt Bad Lausick will Fördermittel beantragen, um auf ihrer Gemarkung ein Stück des Radwegs zwischen Borna und Grimma bauen zu können. Im Bild das Rathaus der Kurstadt. Quelle: Thomas Kube
Bad Lausick/Glasten

Die Stadt Bad Lausick will sich jetzt offenbar doch am Bau des prestigeträchtigen Radwegs zwischen Borna und Grimma beteiligen. Der Stadtrat fasste einen Beschluss, wonach für einen auf Bad Lausicker Gebiet verlaufenden Abschnitt zwischen Glasten und Großbothen Fördermittel beantragt werden sollen.

Es geht um Kosten von knapp 430.000 Euro. Sollten die Fördermittel gewährt werden, rechnet die Stadt mit eigenen Ausgaben von weniger als 100.000 Euro.

Grimma hat Abschnitt schon gebaut

Die Stadt Grimma hat den auf ihrer Flur liegenden Abschnitt auf der ehemaligen Ortsverbindungsstraße zwischen den beiden Dörfern schon 2018 gebaut. Die Kurstadt sah ihre Beteiligung bislang eher skeptisch. Im Februar dieses Jahres waren die Vorbehalte gegen das Vorhaben im Stadtrat noch so groß, dass Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) den damaligen Beschlussantrag von der Tagesordnung nahm.

Vorbehalte gab es jetzt immer noch. Und zwar weitgehend die gleichen, wie damals. Matthias Pfaff (UWV) sagte: „In Buchheim fordern wir seit 20 Jahren einen Radweg und nichts passiert.“ Man könne den Bürgern von Buchheim nicht erklären, dass für dieses Projekt des Landkreises jetzt plötzlich Geld vorhanden sei. Pfaff bezweifelte zudem den Nutzen des Weges: „Ich weiß nicht, ob von Glasten nach Großbothen jemand in die Schule fährt.“

Mehrheit des Stadtrates stimmt dafür

Ganz anders sah das Tim Barczynski (Linke). Er empfahl, den Radweg innerhalb der touristischen Route zwischen Borna und Grimma nicht aus Gnatz darüber abzulehnen, dass andere Wege nicht gebaut würden. Auch Andreas Dathe, der Ortsvorsteher von Glasten, warb für die Beteiligung der Stadt an dem Projekt. Zahlreiche Ausflüge würden den Weg nutzen und auch Familien, die das Freibad in Kleinbothen besuchen.

Die Abstimmung fiel ziemlich klar aus. Bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung stimmten die meisten Stadtratsabgeordneten dafür, die Fördermittel zu beantragen. Zum Radweg umgebaut werden soll die alte Gemeindeverbindungsstraße zwischen Glasten und Großbothen. Sollte die Stadt die Fördermittel bekommen, wäre der Bau für das Jahr 2020 vorgesehen.

Ausgebaut werden soll der Radweg in der vorhandenen Breite bis 3,50 Meter. Das sei notwendig, weil sie zugleich als Land- und Forstwirtschaftsweg dienen müsse, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Als reiner Radweg würden 2,50 Meter ausreichen.

Von André Neumann

Kurz nach der dritten Auflage des Dreiecklaufs zieht der Frohburger Turnverein Bilanz. Und die ist herausragend: mehr Läufer, mehr Zuschauer, schnellere Zeiten.

27.09.2019

Die Kardiologie der Bad Lausicker Medianklinik bleibt in Frauenhand: Dr. Tatjana Slezakova folgt auf Dr. Inge Scherwinski an der Spitze der Kardiologie.

27.09.2019

Der Versorgungsverband Grimma-Geithain hat ein Konzept zum Verschuldungsweg beschlossen. Er will den Schuldenberg von fast 100 Millionen Euro abbauen, ohne Bürger und Mitgliedskommunen zusätzlich zu belasten.

26.09.2019