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Geithain Jugendliche bemalen Wand für den Tierpark Geithain
Region Geithain Jugendliche bemalen Wand für den Tierpark Geithain
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10:47 12.07.2019
Die Neuland-Graffiti-Werkstatt hat im Geithainer Jugendklub „Underground“ Station gemacht. Mit Schablonen gestalten Pascal, Quentin, Vanessa, Leon (v.li.) und noch andere Jugendliche diese Bank. Sie soll mal im Stadtpark stehen. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Vielleicht geht sie mal als bunte Wand von Geithain in die Geschichte ein: Während eines Graffiti-Workshops im Geithainer Schulclub lernten jetzt sieben Jugendliche den richtigen Umgang mit der Sprühdose und verschönerten zwei Bänke als auch die graue Wand des Tierparkschuppens mit ihrer Kunst. Seit Donnerstag empfängt die Besucher am Eingang nun der farbenfrohe Schriftzug „Tierpark Geithain“ statt grauer 70er-Jahre-Beton.

„Ich fand es cool, mal eine richtige Wand zu besprühen“, ist Leon Jäntsch zufrieden mit dem Ergebnis. Der 13-Jährige zeichnet auch zu Hause und im Schulclub gerne, hat sogar einen dicken Hefter mit seinen Arbeiten zusammengestellt und den Workshop sehr genossen.

Während eines Graffiti-Workshops im Geithainer Schulclub verschönerten Jugendliche zwei Bänke als auch die graue Wand des Tierparkschuppens.

Geithainer Tierparkverein hatte Schuppenwand zur Verfügung gestellt

Sprühdose sei für ihn besser als Zettel und Stift und außerdem gebe es beim Graffiti kein Richtig und Falsch. Positiver Nebeneffekt der Streetart: „Das sieht so gut wie jeder.“ Schade sei nur, dass es kaum noch legale Wände oder Flächen zum Besprühen gebe, so der Jugendliche.

Der Geithainer Tierparkverein hatte den Schülern die schmucklose Schuppenwand extra zur Verfügung gestellt und ihnen beim Motiv freie Hand gelassen, ist Projektleiterin Kerstin Venne dankbar. „Es war der Höhepunkt unserer Woche, etwas Bleibendes zu schaffen.“ Die 40-Jährige ist verantwortlich für das Neuland-Ferienangebot, ein zweijähriges Modellprojekt, das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gefördert wird. Der Graffiti-Workshop war ein Teil davon.

Theoretische Einführung in die Graffiti-Kunst

Nach der theoretischen Einführung in die Graffiti-Kunst und einer Entdeckungstour zum Thema Straßenkunst in Leipzig, hatten sich die 13- bis 15-Jährigen ordentlich Appetit geholt. Lino Sayah vom Netzwerk für demokratische Kultur in Wurzen war dabei für die fachliche Seite zuständig. Seit zwei Jahren gestaltet er Workshops im Leipziger Umland und kümmerte sich auch in Geithain um das Farbenspiel.

Nach ein, zwei Probemotiven auf Holzplatten und der Verschönerung von zwei Bänken (gebaut von der FAW Fortbildungsakademie der Wirtschaft) erarbeiteten sie gemeinsam das Motiv für die Wand. Und legten einfach los. „Wir waren schneller fertig als gedacht“, staunte Kerstin Venne über das Tempo der Jugendlichen und ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Es hat riesigen Spaß gemacht.“

Noch bis zum August 2020 läuft das Neuland-Ferienprojekt in Sachsen. „Alle Jugendlichen, die Ideen haben, wie sie ihre Region kreativ mitgestalten wollen, können sich gerne bei mir melden“, so Venne.

Kontakt: venne@lkj-sachsen.de

Von Kathrin Haase

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