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Geithain Kohrener Land steht bei Radwanderer und Luther-Freunden hoch im Kurs
Region Geithain Kohrener Land steht bei Radwanderer und Luther-Freunden hoch im Kurs
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12:52 01.02.2016
Korbmacher Heiner Aurich aus Flößberg gehört zu jenen, der erneut das regionale Handwerk auf der Messe vertreten.
Korbmacher Heiner Aurich aus Flößberg gehört zu jenen, der erneut das regionale Handwerk auf der Messe vertreten. Quelle: André Kempner
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Kohren-Sahlis/Borna

Das Kohrener Land per Rad zu erkunden, liegt im Trend. Dem trägt eine neue Radwanderkarte Rechnung, die die Touristiker des Altenburger Osterlands und der Fremdenverkehrsverband Kohrener Land (FVV) druckfrisch vorlegen und die zahlreiche Routenvorschläge bis hinüber in das Muldental enthält. Lust auf den reizvollen Landstrich südlich von Borna, die Kreisstadt selbst eingeschlossen, macht ebenso das aktuelle Heft „Auf ins Land der Burgen“, an dem der FVV mitwirkte. Empfohlen werden hier die historische Schulstunde im Frohburger Schloss, ein Streifzug durch Geithain und seine Unterwelt, eine Visite in der Töpferstadt Kohren-Sahlis und Bornaer Kirchen-Geschichte(n).

Zuletzt registrierte der FVV über den Jahreswechsel einen Zuwachs an Kurzurlaubern in der Region. „Viele bleiben länger, buchen über uns ein ganzes Programm“, sagt FVV-Mitarbeiterin Regina Heinze. Die Nachfrage nach thematischen Führungen steige. Der Lutherweg ziehe überraschend viele überregionale Besucher an. „Wir sind deshalb froh, dass wir uns auf einen Pool professioneller Gästeführer stützen können.“ Frequentiert werde auch die Tourist-Information am Bornaer Markt, die der FVV seit 2014, neben seiner Geschäftsstelle am Fuße der Gnandsteiner Burg, betreibt.

Seit 25 Jahren setzt sich der Fremdenverkehrsverband Kohrener Land für die Ankurbelung des Tourismus ein. Das Jubiläum zu feiern, ist angesichts der finanziellen Schieflage, in der er sich befindet, nicht zumute. Das dürfte aber nicht den Blick verstellen für das Vierteljahrhundert erfolgreicher Arbeit, sagt Heinze: „Wir sehen unsere Arbeit nach wie vor als wirtschaftsfördernd und sehr wichtig an.“ Vom 13. bis 21. Februar etwa präsentiert der Verband wie in vielen Jahren zuvor die Region auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse, die parallel zu den Messen Haus-Garten-Freizeit und Beach & Boat stattfindet. Töpfereien, Floristen, Korbmacher, Puppenwerkstatt, Frohburger Schloss und Mühlenverein sind dann in Halle 5, Stand A 33, zu finden. Tickets für die Messe, die eine Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel einschließen, gibt es in der Touristinformation.

Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Leader-Förderung, die der FVV gemeinsam mit dem Verband Rochlitzer Muldental im Land des Roten Porphyrs betreut. Zum jüngsten Stichtag 15. Januar sei eine große Zahl an Förderanträgen eingegangen, sagt Regina Heinze: „Sie werden jetzt gesichtet. Der Koordinierungskreis befasst sich am 25. Februar mit Ihnen.“ Darüber hinaus ist der FVV konzeptionell tätig. Er ist eingebunden in das Radverkehrskonzept, das der Landkreis zurzeit erstellt, und er ist gefragt bei der Neustrukturierung des öffentlichen Nahverkehrs in der Region – Stichwort verbesserte Mobilität.

Von Ekkehard Schulreich