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Geithain Kohrener Museum zeigt erste Keramik-Sonderschau
Region Geithain Kohrener Museum zeigt erste Keramik-Sonderschau
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11:08 29.01.2019
Geschwämmelte Keramik aus der Sammlung Wolfgang Zumpe zeigt das Töpfermuseum ab April.
Geschwämmelte Keramik aus der Sammlung Wolfgang Zumpe zeigt das Töpfermuseum ab April. Quelle: privat
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Frohburg/Kohren-Sahlis

Die Vielfalt dessen, was zu sammeln Wert ist, zeigt das Töpfermuseum Kohren-Sahlis in seiner ersten Sonderschau 2019. Eröffnet wird die am 15. Februar, 15 Uhr. „Es haben sich einige Sammler bei uns gemeldet. Was sie zusammentragen, ist schon beeindruckend“, sagt Corinne Schulze, die den aus drei Häusern bestehenden Verbund der Kohren-Sahliser Museen leitet. Programmatischer Titel der Schau: „Sammlerglück“.

Drei Ausstellungen soll es in diesem Jahr im Töpfermuseum geben, parallel zur dauernden Exposition über das seit Jahrhunderten in der Stadt beheimatete Töpferhandwerk und die Töpferkunst.

„Wir hoffen in der neuen Saison auch wieder auf mehr Besucher als im vergangenen heißen Sommer, als es in Kohren-Sahlis insgesamt recht ruhig war“, sagt Schulze. Möglicherweise sei das damals der anhaltenden Hitze geschuldet gewesen. Die Museen jedenfalls seien bestrebt, immer auch mit Neuem Interesse zu wecken.

Schwamm-Technik in der Lausitz und im Schlesischen verbreitet

Mit „geschwämmelten Gästen“ etwa. Diese Schau, die ab 13. April im Töpfermuseum gezeigt wird, hat nichts mit Schwämmeln zu tun, wie Pilze im Vogtland heißen, sondern viel mit Keramik: Der Leipziger Kenner und Sammler Wolfgang Zumpe wählt aus seinem reichen Fundus Stücke aus, die mit einer besonderen Schwamm-Technik verziert wurden, geschwämmelt eben.

Das Töpfermuseum in Kohren-Salis will wieder mehr Besucher anlocken. Quelle: Töpfermuseum

Eine Kunstfertigkeit, die vor allem in der Lausitz und im Schlesischen verbreitet gewesen sei, sagt Schulze, Stichwort Bunzlauer Keramik. Diese Schau ist bis Ende August geöffnet. Von Mitte September bis Januar 2020 folgt „ 30 Jahre Björn Köhler Kunsthandwerk“ statt. Sie ist der bekannten Firma aus Eppendorf im Erzgebirge gewidmet, die mehrere Designpreise gewonnen hat.

Rudolf „Rudel“ Hofmann ist ein Kohrener Original und Heimatforscher

Die Hofmann‘sche Sammlung am Kohrener Markt, die im Winter auf Anmeldung zu besichtigen ist, will zu Ostern mit einer Sonderschau in die Saison starten. Um alte Spiele geht es, erneut „aus Rudels Schubladen“. Rudolf „Rudel“ Hofmann, Kohrener Original, Heimatforscher, Sammler, hinterließ der Stadt ein Haus, das noch immer viele nicht gezeigte Schätze birgt. Corinne Schulze: „In seinen Schubladen findet sich immer wieder Überraschendes, Spannendes.“ Am 1. Mai ist dieses Museum dann regulär geöffnet.

Prachtvoll ausgemalt ist der Schwindsaal in Rüdigsdorf. Er wird 180 Jahre alt. Quelle: Jens Paul Taubert

Konzerte im Schwindpavillon in Kohren

Die Konzerte im Schwindpavillon mit den Ausmalungen Moritz von Schwinds in Rüdigsdorf erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Die Reihe wird mit erneut fünf Konzerten fortgesetzt – plus einer besonderen Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals am 8. September: Dann wird das Jubiläum „180 Jahre Schwindpavillon“ gefeiert, mit Musik zum Märchen „Amor und Psyche“, das Gegenstand der Bilder ist. Konzerte gibt es am 11. Mai, 9. Juni, 6. Juli, 24. August und 21. September.

Für Kinder bietet das Töpfermuseum in den Winterferien die Möglichkeit an, Gefäße aus Porzellan zu bemalen, am 19. Februar zwischen 13 und 16 Uhr. Weitere Termine auf Anmeldung.

Kontakt: Telefonnummer 034344/61547, museen@kohren-sahlis.de

Von Ekkehard Schulreich