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Geithain Kohrener Schüler gestalten Etikett für Apfelsaft aus der Region
Region Geithain Kohrener Schüler gestalten Etikett für Apfelsaft aus der Region
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00:19 23.12.2017
Die Viertklässler der Grundschule Kohren-Sahlis mit dem neuen Saft, in der Mitte Jule Spörl, die das Jahrgangsetikett gestaltete. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

Genau 299 Kästen Apfelsaft und 123 Kästen Birnensaft entstanden aus jenen Früchten, die in diesem Sommer auf den Streuobstwiesen im Kohrener Land aufgelesen wurden. „Die Apfelernte ist diesmal nicht so gut ausgefallen. Das haben viele lokale Obstanbauer schmerzlich mitbekommen. Späte Fröste Anfang Mai und Hagelschäden im Juni ließen den Ernteertrag auf ein Minimum schrumpfen“, sagt Tomas Brückmann von der Grünen Liga.

Spontane und unbürokratische Hilfe leistete die Stadt Frohburg: Die Stadtverwaltung erlaubte das Ernten der Obstalleen zwischen Benndorf und Frohburg. Die Umweltschützer sorgen mit vielen Helfern seit Jahren dafür, die Früchte einer besonderen Verwendung zuzuführen. Partner ist ebenso lange schon die Grundschule Kohren-Sahlis: Die Schüler gestalten Etiketten für den naturtrüben Saft, der aus den Früchten gekeltert wird.

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„Dieses Jahr ziert das Bild von Jule Spörl die Saftflaschen“, sagt Brückmann, der sich kurz vor Weihnachten bei den kreativen Schülerinnen und Schülern bedankte. Er hatte für sie von der LVZ zur Verfügung gestellte Schlingel-Maskottchen dabei. Und natürlich Saft: „50 Kästen des Naturproduktes wurden an die Schule in Kohren-Sahlis geliefert. Sie können dort beim Förderverein erworben werden.“

Streuobstwiesen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Kulturlandschaft im Kohrener Land. Sie stellten einen wertvollen Lebensraum für viele seltene Tiere und Pflanzen dar, prägten auch das Landschaftsbild, sagt Tomas Brückmann. Doch Streuobstwiesen und Obstbäume würden immer seltener: Die Bäume überalterten. Ihnen komme vielerorts nicht die Wertschätzung zuteil, die sie verdienten. Das Streuobst-Apfelsaftprojekt der Grünen Liga habe sich die nachhaltige Nutzung dieser Wiesen zum Ziel gesetzt. „Wir wollen diese wertvollen Biotope erhalten. Genauso möchten die Naturschützer ein Produkt aus der Region in der Region anbieten. Kurze Transportwege und eine Kenntnis der Herkunft des Produktes sprechen für sich.“ Wer wissen möchte, wo er den Saft beziehen kann, schaut ins Internet: www.apfelkola.de.

Von es