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Geithain Landkreis Leipzig verbessert Anbindung von Geithain und Frohburg
Region Geithain Landkreis Leipzig verbessert Anbindung von Geithain und Frohburg
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20:00 16.01.2018
Thüsac-Bus auf Testfahrt für neue Buslinie in Geithain. Hier an der Zentralhaltestelle am Bahnhof. Der Bus fuhr auf seiner Testfahrt NICHT durch die Innenstadt. Ein anderes Foto war in Absprache mit den verantwortlichen Fahrgästen NICHT möglich... Foto: Andreas Döring MTL BOG Quelle: Andreas Doering
Geithain/Borna

Einen Integrierten Taktfahrplan, der S-Bahn, Regionalbahn und Busse im Raum Geithain/Frohburg auf neue Weise verbindet und der nicht mehr auf den Schülerverkehr fokussiert ist – vor zwei Jahren bereits sollte er umgesetzt werden. Doch das ambitionierte Vorhaben des Landkreises Leipzig, der regionalen Busunternehmen und des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) braucht mehr Zeit als erwartet. Während das Teil-Konzept „Muldental in Fahrt“ sich inzwischen im Alltag bewähren muss, erweist sich im Raum Geithain/Frohburg die Abstimmung der Unterrichtszeiten der Schulen als das Kardinalproblem. Aktuell wird das Projekt von externen Fachleuten überprüft. Mit dem Beginn des nächsten Schuljahres im Sommer 2018 könnte der neue Fahrplan kommen – sofern sich die derzeitigen Hürden bis dahin aus dem Weg räumen lassen.

„Das Busunternehmen ThüSac hat entschieden, eine externe Firma auf unser gemeinsames Konzept schauen zu lassen. Mit ersten Ergebnissen rechnen wir Ende Januar“, sagt Iris Bode, die neue Kultusamtsleiterin des Landkreises, die bisher als Sachgebietsleiterin für den ÖPNV, den Öffentlichen Personennahverkehr, zu jenen zählte, die das Vorhaben eines völlig neu strukturierten Verkehrsangebotes seit Beginn an mit vorantreibt. Sie sei zuversichtlich, dass die offenen Fragen zu klären seien, dass man gemeinsam zu einem Konsens komme. Die Zeit dafür nehme man sich, auch wenn man damit längst jenseits ursprünglicher Termine sei: „Etwas Halbgewalktes bringt uns gar nichts. Es geht um ein Nahverkehrskonzept, das tragfähig ist für die Zukunft.“ Durch zusätzliche und getaktete Linien – auch an den Wochenenden -, die an den Zugfahrplänen ausgerichtet seien, wolle man das Leben im ländlichen Raum attraktiver machen und viele zum Einsteigen bewegen.

Der Start von „Muldental in Fahrt“ bestärke trotz mancher Kritik Behörde und Unternehmen, dass dieser Weg grundsätzlich richtig sei. Erfahrungen, die man in diesem Gebiet des Landkreises jetzt sammele, flössen in die nächsten Teilkonzepte ein. „Unser Anspruch ist es, dass am Ende ein Konzept steht, dass den Nahverkehr im gesamten Landkreis zu neuer Qualität bringt“, sagt Bodes Mitarbeiterin Martina Stenker. Aus den meisten Kommunen spürten die Verantwortlichen Unterstützung auf diesem durchaus steinigen Weg. Etwa aus Frohburg, wo nach 25-jähriger Abstinenz seit Mitte Dezember Linienbusse wieder direkt bis zum Markt fahren. Auch in Geithain soll das demnächst möglich sein, auch wenn hier die Straßensituation im historischen Zentrum etwas beengter sei, so Stenker: „Die Ideen sind da. Jetzt müssen wir sehen, wie wir sie umsetzen.“

Dass dabei ausdrücklich auch die Meinung der tatsächlichen und potenziellen Busnutzer gefragt ist, zeigt die Vorstellung des ÖPNV-Konzept für den Südraum – inklusive eines Wochend- und Ausflugsverkehrs, der der Erreichbarkeit der Gewässer des Neuseenlands Rechnung tragen soll. Das Konzept reicht bis in den Bornaer Raum hinein und kann zurzeit im Internet eingesehen werden. Hinweise und Vorschläge seien bis 31. Januar ausdrücklich erwünscht, sagt Iris Bode: „Wir freuen uns über eine rege Beteiligung.“ Das Konzept soll dem Kreistag samt der eingearbeiteten Hinweise im Sommer vorgestellt werden. Neu strukturiert werden muss zudem der Nahverkehr im Wurzener Raum. Dann blieben nur noch die Muldental-Stadtverkehr Grimma, Bad Lausick und Colditz zu überplanen, da Brandis durch die neuen Regionalbuslinien jetzt schon einen Quasi-Stadtverkehr sicherstellten. Nicht zu vergessen: die Überplanung des Bornaer Stadtverkehrs. Bode geht davon aus, dass all diese noch offenen Vorhaben binnen des nächsten halben Jahrzehnts umsetzbar sind: „Die Zeit, die wir dafür brauchen, nehmen wir uns.“ Nicht zuletzt brauche es neben dem Konsens mit allen Beteiligten Augenmaß, was die Finanzierung betreffe. Denn bei der handele es sich um öffentliche Gelder, und die müsse man so effizient wie möglich einsetzen.

Hinweise zum Konzept, das unter www.nahverkehr-neuseenland.de steht, an das Landratsamt in 04552 Borna, Stauffenbergstraße 4, oder per E-Mail an kultusamt@lk-l.de.

Von Ekkehard Schulreich

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