Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Mittelschule in Narsdorf soll umgebaut werden
Region Geithain Mittelschule in Narsdorf soll umgebaut werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 01.03.2019
Narsdorf gehört mit Ossa und Rathendorf seit 2017 zu Geithain. Ortsvorsteher Andreas Große setzt auf sachliche Arbeit und gute Kommunikation zwischen Dorf und Stadt.
Narsdorf gehört mit Ossa und Rathendorf seit 2017 zu Geithain. Ortsvorsteher Andreas Große setzt auf sachliche Arbeit und gute Kommunikation zwischen Dorf und Stadt. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Narsdorf

Die Stadt Geithain plant eine größere Investition in ihrem Ortsteil Narsdorf: die Umnutzung des früheren Mittelschulgebäudes für Hort und Grundschule. Rund zwei Millionen Euro sind dafür vorgesehen, 75 Prozent davon fließen aus dem Förderprogramm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“. Über das Vorhaben entschied am Dienstag der Stadtrat.

Dies war auch ein Thema der Ortschaftsratssitzung am Donnerstag. Sechs Stadträte der Wählervereinigung Narsdorf, Ossa, Rathendorf sitzen im Geithainer Stadtparlament. Mitte 2017 wurde Narsdorf eingemeindet, zuvor gab es zwischen beiden Kommunen eine Verwaltungsgemeinschaft. Andreas Große war knapp zehn Jahre Bürgermeister, heute ist er Ortsvorsteher.

Narsdorfer Ortsvorsteher: Vieles wird Stück für Stück voran gebracht

Häufig fühlen sich Dörfer nach der Eingemeindung als fünftes Rad am Wagen. Der Narsdorfer räumt ein, dass es in der Anfangszeit mal unterschiedliche Auffassungen gab, „doch durch etliche Gespräche und sachliche Arbeit“ sei man jetzt auf einem guten Weg.

Die Stadt Geithain investiere regelmäßig auch in den Ortsteilen. Man sollte realistisch sein, „Narsdorf hatte früher wenig Geld und Geithain ist auch nicht reich an Gewerbesteuern“. Vieles werde Stück für Stück voran gebracht. Wichtig sei dabei die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Stadtrat und „dass nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht“.

Narsdorf Ortsvorsther Andreas Große sieht den Ort auf einem guten Weg. Quelle: Jens Paul Taubert

Bürgermeister Frank Rudolph vor Ort in Rathendorf

Viermal im Jahr findet eine Ortschaftsratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus Rathendorf statt. Am Donnerstag war auch der Geithainer Bürgermeister Frank Rudolph mit vor Ort und konnte zu bestimmten Projekten konkret Auskunft geben, berichtete der Ortsvorsteher. Das sei gut für die Kommunikation. Überhaupt reagiere die Stadt schnell. Als Beispiel nennt er den defekten Geschirrspüler im Dorfgemeinschaftshaus – zwei Wochen später stand ein neuer da.

Neben der Investition für Grundschule und Hort, die in diesem Jahr beginnen soll, wird auch am Dorfgemeinschaftshaus gebaut. Dieses Haus in Rathendorf gibt es seit den 1960er-Jahren, berichtete Große. In den 90ern wurde es grundlegend umgebaut. Nun sei es notwendig, wieder etwas daran zu machen.

Neue Decke und Rampe für Dorfgemeinschaftshaus

50.000 Euro sind dafür vorgesehen – für eine neue Saaldecke samt Beleuchtung plus Malerarbeiten. Auch werden die Treppen durch eine Rampe ersetzt, so dass Mütter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und ältere Leute, die Schwierigkeiten beim Treppensteigen haben, gut ins Dorfgemeinschaftshaus kommen.

Der Saal, in den maximal 180 Leute passen, wird verschieden genutzt. Vereine feiern gern dort, aber auch Privatleute mieten die Lokalität. Im kleineren Vereinsraum sind regelmäßig Ortschaftsrat, Feuerwehr und Sportgruppe aktiv.

Von Claudia Carell