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Geithain Nach Unfall in Oberhain: Ausbau der Bushaltestelle startet
Region Geithain Nach Unfall in Oberhain: Ausbau der Bushaltestelle startet
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14:00 06.06.2019
Die Bauarbeiten an der Bushaltestelle nahe Oberhains haben begonnen. Quelle: privat
Penig/Langenleuba-Oberhain

Gebaut wird seit Anfang der Woche auf der alten Bundesstraße 175 am Abzweig Langenleuba-Oberhain/Oberelsdorf. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) will die Situation an der Bushaltestelle in Fahrtrichtung Obergräfenhain entschärfen. Damit zieht die Behörde eine Konsequenz nach dem tödlichen Verkehrsunfall von Mitte März.

Eine elfjährige Schülerin war damals von einem Pkw erfasst und getötet worden. Sie hatte an dieser unzulänglichen Haltestelle aussteigen und die Fahrbahn zum auf der Gegenseite wartenden zweiten Schulbus queren müssen. Der Ausbau kann in den Augen einer Oberhainer Elterninitiative indes allenfalls ein Anfang sein. Ihr geht es darum, den Schülerverkehr von Penig nach Langenleuba-Oberhain grundsätzlich neu zu ordnen und sicherer zu machen.

Beim Überqueren der Straße war die Elfjährige von einem Pkw erfasst worden. Quelle: Mario Hösel

Lasuv: Aufstellfläche entsteht

„Wie von der Unfallkommission festgelegt, wird an der Bushaltestelle eine 20 Meter lange und zwei Meter breite Fläche errichtet“, sagt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert der LVZ. Der Straßengraben werde verrohrt, aufgefüllt und die Fläche mit Asphalt befestigt. Die Baumaßnahme erfolge unter halbseitiger Sperrung der Staatsstraße. Die Kosten von 10.000 Euro werden vom Freistaat Sachsen getragen. Siebert: „Es ist jedoch kein endgültiger Haltestellenausbau.“

Eltern: Wendestelle im Dorf muss her

Zumindest könne, wer hier an der viel befahrenen Straße aus dem Linienbus müsse, „wirklich aussteigen“ und falle nicht mehr – wie bisher – förmlich in den Straßengraben, sagt Klaus Michael von der Elterninitiative: „Eine wirkliche Lösung für uns ist das nicht, denn das Queren der Fahrbahn bleibt.“ Seit dem Unfall fahren die Heranwachsenden bis Narsdorf weiter und steigen dort um; das sei sicher, dauere aber viel länger. Die Eltern blieben bei ihrer Forderung, am alten Oberhainer Bahnhof eine Wendestelle zu bauen: „Die Stadt Penig ist da dran.“

Stadt Penig ist am Planen

Das bestätigt Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt: „In zwei Fällen ist der Grunderwerb geklärt oder problemlos möglich. Ein Grundstück ist noch offen, daran arbeiten wir.“ Ziel sei es, eine Planung mit Kostenschätzung samt Förderantrag fristgemäß bis Mitte Oktober einzureichen. Gebe es Geld, könne man 2020 bauen.

„Parallel haben wir das Gymnasium aufgefordert, die Unterrichtsplanung für die Klassenstufen 5 und 6 für das neue Schuljahr so anzugehen, dass diese Schüler den früheren Bus, der durch die Ortschaft fährt, erreichen können. Dazu liegt uns noch keine Rückmeldung vor. Bis zu den Sommerferien sollte darüber Klarheit herrschen.“

Nach dem tödlichen Unfall legten viele Blumen an der Bushaltestelle ab. Quelle: privat

Nach dem Tod der Elfjährigen hatte sich die Elterninitiative mit Vehemenz für mehr Sicherheit an dieser Haltestelle und beim Schülertransport insgesamt eingesetzt. Sie hatten sich unter anderem an Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) gewendet. Mit ihrem Vorstoß hatten sie weit über Sachsen hinaus Zuspruch erfahren.

Von Ekkehard Schulreich

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