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Geithain Narsdorf wählt im Februar Bürgermeister - Amtsinhaber Andreas Große tritt erneut an
Region Geithain Narsdorf wählt im Februar Bürgermeister - Amtsinhaber Andreas Große tritt erneut an
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06:00 09.01.2016
Narsdorfs Bürgermeister Andreas Große (M.) bei der Freigabe der A 72 von Rochlitz bis Borna-Süd.
Narsdorfs Bürgermeister Andreas Große (M.) bei der Freigabe der A 72 von Rochlitz bis Borna-Süd. Quelle: Jens Paul Taubert
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Narsdorf

Die Einwohner von Narsdorf, Rathendorf und Ossa wählen am 28. Februar ihren Bürgermeister neu. Falls an diesem Tag noch keine Entscheidung fällt, ist der 20. März als Tag des zweiten Wahlgangs terminiert. Bis zum Abend des 1. Februars können Bewerber um das Amt des ehrenamtlichen Gemeindeoberhauptes ihre Bewerbung einreichen. Die nötigen Unterlagen gibt es im Geithainer Rathaus, denn Narsdorf und Geithain sind per Verwaltungsgemeinschaft miteinander verbunden.

Ob und wie viele Wahlvorschläge bisher vorliegen – die Möglichkeit der Bewerbung besteht seit Ende November –, wollte der Geithainer Hauptamtsleiter, der als Wahlleiter fungiert, nicht sagen. Diese Information unterliege der Schweigepflicht, so Michael Bochmann: „Die Prüfung und Zulassung der Wahlvorschläge erfolgt in der öffentlichen Sitzung des Gemeindewahlausschusses, die voraussichtlich am 2. Februar stattfinden wird“, kündigte er an.

Gewählt wird der Narsdorfer Bürgermeister erneut für sieben Jahre. Seit 2009 hat dieses Amt Andreas Große inne. Der nicht parteigebundene Rathendorfer kandidierte seinerzeit für die Unabhängige Wählervereinigung Rathendorf. Noch hat er seine Bewerbung nicht eingereicht, er werde das aber bis zum Termin tun, sagte der 47-Jährige der LVZ. Offen sei lediglich, ob er auf das Mandat der Wählervereinigung setze oder ob er als Einzelkandidat antrete. Unterstützungsunterschriften muss Große nach einer Legislaturperiode weder in dem einen noch dem anderen Fall bringen. Wer allerdings neu als Einzelbewerber ins Rennen gehen möchte, braucht mindestens 20 namentliche Befürworter einer solchen Kandidatur.

„Von kommunaler Selbstverwaltung bleibt leider nicht mehr viel“, resümiert Andreas Große nach seinen ersten sieben Jahren: „Ich will nicht sagen, dass es keinen Spaß mehr macht. Doch das entscheidende Kriterium ist das Geld.“ Und von dem hätten kleine Kommunen in Sachsen immer weniger. Das schränke die Entscheidungskompetenz des ehrenamtlichen Gemeinderates und des ehrenamtlichen Bürgermeisters erheblich ein. 95 Prozent der Entscheidungen seien im Grunde vorbestimmt; das sei unbefriedigend. Andererseits, so Große, sehe er sich in der Verantwortung, das Begonnene gemeinsam mit dem Narsdorfer Parlament fortzuführen. Deshalb werfe er erneut seinen Hut in den Ring.

Von Ekkehard Schulreich