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Geithain Neues Dach für Gnandsteiner Orangerie
Region Geithain Neues Dach für Gnandsteiner Orangerie
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17:00 14.02.2019
Maik Frauendorf vom Bad Lausicker Unternehmen Lipfert Bedachungen arbeitet an der Eindeckung der Orangerie. Im Hintergrund ist der Bergfried der Gnandsteiner Burg zu sehen.
Maik Frauendorf vom Bad Lausicker Unternehmen Lipfert Bedachungen arbeitet an der Eindeckung der Orangerie. Im Hintergrund ist der Bergfried der Gnandsteiner Burg zu sehen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Gnandstein

Die frühere Orangerie der Gnandsteiner Burg wird instand gesetzt. Konzentrierten sich die Arbeiten seit dem vergangenen Sommer auf die Trockenlegung des markanten, auf einer Terrasse am Burghang stehenden Gebäudes und auf die Sanierung des Fachwerks, kommt das denkmalgeschützte Haus jetzt unter ein neues Dach. Darum kümmert sich das Bad Lausicker Unternehmen Lipfert Bedachungen, das sich gern historischer Bausubstanz widmet.

Die Orangerie auf einer Terrasse am Burghang gehört zum unverwechselbaren Anblick der gesamten Burganlage hoch über dem Dorf Gnandstein. Quelle: Jens Paul Taubert

Denkmalgerechte Wiederherstellung der Orangerie der Gnandsteiner Burg

Ziel der Arbeiten, so hieß es beim Staatsbetrieb Sächsisches Immobilienmanagement SIB, das als Bauherr fungiert, sei die statisch-konstruktive Sicherung der Gebäudesubstanz und die denkmalgerechte Wiederherstellung. „Besonderes Augenmerk wird auf die Wiederherstellung der großflächigen, zweigeschossigen Orangerieverglasung gelegt.

Glasteilung und Tragkonstruktion orientieren sich an den historischen Befunden. Verglasungsart und Lichtdurchlässigkeit des Glases wurden entsprechend der Pflanzenverträglichkeit ermittelt“, erläuterte Tobias Lorenz von der SIB zu Beginn der Arbeiten. Der Freistaat Sachsen investiere allein dafür mehr als eine halbe Million Euro. Darüber hinaus werde man Stützmauern und Terrassen sichern. Das koste weitere 680.000 Euro.

Die Orangerie diente und dient heute noch heute der Lagerung empfindlicher Pflanzen, um sie über den Winter zu bringen. Errichtet wurde das Gebäude vermutlich an der Wende zum 18. Jahrhundert. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte ein privater Gartenbaubetrieb bis in die Wendezeit das Haus. Es bildet mit der Burg einen wichtigen historischen Gesamtzusammenhang.

Von Ekkehard Schulreich