Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Prießnitz: Verdächtiger Fund erweist sich als harmlos
Region Geithain

Prießnitz: Verdächtiger Fund erweist sich als harmlos

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:10 11.09.2020
Nahe des Bauernrathauses – im Hintergrund das Prießnitzer Schloss – wird gebaut. Hier stießen Bauleute auf den verdächtigen Gegenstand. Die Arbeiten wurden hier unterbrochen. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Frohburg/Prießnitz

Verdächtiges Metall förderten Bauarbeiten am Freitagvormittag in Prießnitz zutage. Hier in der Badstraße entsteht nahe des Bauernrathauses ein neuer Bushaltestellen-Komplex. Die Bauleute informierten die Polizei kurz nach 9 Uhr über den Fund. Er befindet sich noch im Boden, wurde nicht vollständig freigelegt. Die Polizei sperrte den Fundort ab.

Polizei: Kampfmittel-Experten sind unterwegs

Es könnte sich, sagte Dorothea Benndorf von der Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig, um Fundmunition handeln: „Der Kampfmittel-Beseitigungsdienst ist angefordert.“ Wenn der das Objekt untersucht habe, wisse man mehr. Nach dem Mittag dann die beruhigende Information: Der Fund ist harmlos. „Es handelt sich offenbar um Reste einer alten Laterne, die da in zwei, drei Meter Tiefe lagen.“

Anzeige

Frohburg baut neue Bushaltestelle

Dabei war die Sorge, es könnte es sich ein gefährliches Relikt aus Kriegszeiten handeln, nicht unbegründet. Im Umfeld des Bauernrathauses entsteht bis zum Jahresende eine sogenannte Verknüpfungsstelle, die von mehreren Buslinien angesteuert wird und das Umsteigen erleichtern soll. Der Bau, den das Unternehmen ATS Chemnitz übernommen hat, kostet rund 340 000 Euro. Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) kritisierte am Donnerstagabend vor dem Stadtrat die jahrelange und trotzdem umzureichende planerische Vorbereitung. Zu den Probleme gehöre unter anderem ein alter, vor Jahrzehnten mit Hausmüll verfüllter Teich, der erst nach Beginn der Arbeiten entdeckt wurde. Die Überlegung schien nicht abwegig, dass das Gewässer zur Entsorgung von Munition genutzt wurde.

Von Ekkehard Schulreich