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Geithain Rassegeflügelzüchterverein Dölitzsch baut auf starken Nachwuchs
Region Geithain Rassegeflügelzüchterverein Dölitzsch baut auf starken Nachwuchs
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00:19 10.01.2018
Erfolgreich: Ausstellungsleiter Thomas Lehmann mit einer Deutschen Modeneser Taube aus seiner Zucht. Quelle: Foto: Bert Endruszeit
Narsdorf

Erfolg für die Nummer 81: Zur mittlerweile 81. Rassegeflügelschau hatte der Rassegeflügelzüchterverein Dölitzsch und Umgebung fürs Wochenende nach Narsdorf eingeladen. „Mit immerhin 60 Ausstellern stehen wir sehr gut da“, befand Ausstellungsleiter Thomas Lehmann.

471 Tiere waren in der Mehrzweckhalle insgesamt zu sehen. Allein 80 davon stellten die jüngsten Züchter bereit – zwölf Jugendliche, die längst beachtliche Erfolge vorweisen können. Und deshalb macht sich Lehmann auch um die hiesige Rassegeflügelzucht keine Sorgen. „Wir können uns wirklich glücklich schätzen, so viele junge Züchter zu haben. Sie sind jetzt in einem Alter, in dem sie auch dabei bleiben.“ Denn Lehmann weiß: Wer einmal dieses Hobby zu schätzen weiß, der hört so schnell nicht wieder auf.

Seine ganz persönlichen Lieblinge sind die „Deutschen Modeneser Schittie“, einfarbige Huhntauben. Mit Brieftauben lassen sie sich aber nicht vergleichen. „Die könnte ich beim Nachbarn rauslassen, und trotzdem würden sie nicht zu mir zurückfinden“, bemerkt er schmunzelnd. Über die vielen Jahrzehnte und Jahrhunderte der Zucht sei bei diesen Tieren die Orientierungsgabe verloren gegangen. „Denn sie wurden ja einst nur für die Ernährung gezüchtet“, so Lehmann.Jetzt spiele dies nur noch eine Nebenrolle. „Für reine Ernährungszwecke müsste man eine große Rasse züchten.“

Schon mit gerade mal acht Jahren entdeckte Celine Pechstein die Taubenzucht für sich. Auch ihr haben es die Deutschen Modeneser angetan. „Mittlerweile habe ich über 100 Tauben aus eigener Zucht“, verriet die 16-Jährige. Der Lohn sind zahlreiche Pokale. „Mein ganzes Zimmer ist voll mit Preisen.“ Die Taubenzucht sei für sie das perfekte Hobby, um einfach mal zur Ruhe zu kommen. Und ein Hobby soll es auch künftig bleiben. „Beruflich werde ich in die medizinische Richtung gehen.“

Oft färbt das Hobby der Eltern auf die Kinder ab. So war es auch bei Julian Benndorf, seine Eltern halten Gänse. „Mit zehn Jahren sagte ich zu ihnen, dass ich jetzt Hühner haben möchte.“ Der 16-Jährige ging damals selbst zum Züchter, suchte sich ein paar Küken aus und zog sie groß. „Zurzeit habe ich 30 Tiere.“ Vor einem Jahr fand er dann eine für ihn besonders interessante Rasse – den Westfälischen Totleger. „Diese Hühner sind relativ groß und winterhart, sie haben keinen großen Kamm, der bei großer Kälte abfriert.“ So können die Tiere ganzjährig draußen bleiben. Und wie sieht es mit dem Schlachten aus? „Das macht mein Vater. Doch wenn er mal keine Zeit hat, dann übernehme ich das selbst.“ Denn Julian weiß: Fleisch aus eigener Herstellung schmeckt nun einmal am besten. „Da weiß man schließlich, wo es herkommt und was man da eigentlich isst.“

Dass der Rassegeflügelzüchterverein Dölitzsch und Umgebung auf so gesunden Beinen steht, ist vor allem Dietmar Merkel zu verdanken, dem die Ausstellung gewidmet war. Der langjährige Vereinschef verstarb im vergangenen Jahr mit gerade einmal 61 Jahren. „Er konnte auf jede Frage eine Antwort geben, immerhin war er seit 50 Jahren im Verein aktiv. Er hat unseren Verein ganz wesentlich getragen“, sagte Thomas Lehmann voller Hochachtung.

Von Bert Endruszeit

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