Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Blasmusik trifft Braunkohle im Kraftwerk Lippendorf
Region Geithain Blasmusik trifft Braunkohle im Kraftwerk Lippendorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:58 12.05.2019
Zukunftsmusik braucht Energie: Beim Wandelkonzert im Kraftwerk Lippendorf mit der Sächsischen Bläserphilharmonie rückten zwei Champions aus Industrie und Kultur ganz eng zusammen. Quelle: Jens Paul Taubert
Neukieritzsch/Lippendorf

Rund 250 Gäste erlebten am Sonnabend im Kraftwerk Lippendorf ein so noch nicht dagewesenes Experiment: Die Sächsische Bläserphilharmonie musizierte zwischen den gewaltigen Anlagen der Braunkohleverstromung. Und obwohl der Dauerregen dem genau durchgeplanten und bei Sonnenschein generalgeprobten Ereignis zusetzte und die Veranstalter zu Änderungen zwang, herrschte bis zuletzt Begeisterung.

Trotz Regens erlebten rund 250 Besucher im Kraftwerk Lippendorf ein gelungenes Wandelkonzert mit der Sächsischen Bläserphilharmonie.

Tapfer wanderte der Tross der Zuhörer durch das weitläufige, verregnete Betriebsgelände von Auftrittsstation zu Auftrittsstation. Unter den Besuchern waren einige ortskundige Mitarbeiter, einige ehemalige Kraftwerker und viele, die das Leag-Werk zum ersten Mal von innen sahen. Sie staunten über dessen Dimensionen, schossen Erinnerungsfotos und lauschten neugierig den Erklärungen von Kraftwerksleiter Christian Rosin und weiterer Mitarbeiter – und natürlich der Musik.

Landrat Henry Graichen ist Schirmherr des Konzertes in Lippendorf

Für Landrat Henry Graichen, der als Schirmherr zur Begrüßung sprach, war das Wandelkonzert ein Aufeinandertreffen zweier Champions des Landkreises Leipzig aus Industrie und Kultur. Und auch die Akteure selbst zeigten sich überaus selbstbewusst.

Orchester-Geschäftsführerin Gabriele Hegner stellte die Bläserphilharmonie mit ihrem Dirigenten Thomas Clamor als deutschlandweit einziges ziviles ausschließlich mit Bläsern besetztes Orchester vor und sagte: „Wir sind Kulturbotschafter.“ Kraftwerksleiter Rosin erhielt Beifall für die Ansage: „Wir sind das beste Kraftwerk hier und das schon seit zwanzig Jahren.“ Und das, fügte er hinzu, solle weitere zwanzig Jahre so bleiben.

Das Publikum lief sich im verregneten Areal unter Regenschirmen und Kapuzen gleichsam warm, der Beifall wurde von Station zu Station, an denen die einzelnen Ensemble des Orchesters spielten, spürbar größer. Bis zum eindrucksvoll in Szene gesetzten Höhepunkt in der Gipslagerhalle. Fazit: Das Experiment ist gelungen.

Von André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Frohburger Ortsteil Prießnitz hat nicht nur starke Männer, Whisky und Highlandrinder zu bieten, sondern auch schottisches Wetter. Und eben deshalb kamen hunderte Besucher zu den Highlandgames.

12.05.2019

Das Stadttor, ein Geithainer Wahrzeichen, wird zurzeit instand gesetzt. Die Fenster sind bereits überarbeitet. Jetzt geht es an Putz und Fassadenfarbe.

10.05.2019

Intransparenz werfen zwei Grundstücks-Interessenten der damals eigenständigen Stadt Kohren-Sahlis vor. Gegenstand des Streits ist eine Fläche Land. Der Frohburger Rat hat dessen Ausschreibung als Bauland dennoch beschlossen.

10.05.2019