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Geithain Schulessen hat seinen Preis: Lars Kurth setzt auf Regionales
Region Geithain Schulessen hat seinen Preis: Lars Kurth setzt auf Regionales
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06:12 24.08.2018
Lars Kurth (links) mit Mitarbeitern in seiner Geithainer Menüküche. Quelle: Thomas Kube
Geithain

Frische, nicht konservierte Zutaten, regionale Anbieter: Für Lars Kurth sind das Prämissen für gutes Essen. Fleisch und Wurst bezieht er aus der Oederaner Fleischerei Richter, Obst und Gemüse vom Fruchtexpress Altenburg und von einem Händler aus Radefeld. 3000 Mittagsportionen liefert der Menü & Party-Express Tag für Tag aus. Der Geithainer gründete den Betrieb vor genau einem Jahrzehnt in seiner Heimatstadt.

35 Mitarbeiter in Sachsen und Thüringen im Einsatz

Kindertagesstätten und Schulen, Pflegedienste und Firmen, aber auch Private wissen zu schätzen, was die Fahrzeuge mit dem feuerroten Krebs-Signet in Westsachsen, Ostthüringen und Leipzig ausliefern. 35 Mitarbeiter zählt der Betrieb heute, allein vier Köche kümmern sich um das, was in Töpfe und Pfannen kommt. Ein Metier, das Kurth vertraut ist. Schließlich hat er selbst eine Kochlehre absolviert, in verschiedenen Restaurants und zuletzt – neben dem 2001 eröffneten Partyservice – für einen großen Leipziger Caterer gearbeitet: „Bis ich so weit war und mir sagte: Das kannst du auch allein. Es war, weiß ich heute, die richtige Entscheidung.“

Gutes Schulessen soll billig sein – ein Widerspruch

Dabei sei der Markt, gerade was die Schulspeisung betrifft, erheblich unter Druck. „Das Essen soll gut sein, aber es soll nichts kosten. Ein Widerspruch.“ Diesen aufzulösen habe die Politik versäumt, so der Firmenchef: „Wenn wir unsere Kinder mit ordentlicher Kost, mit Vitaminen ausstatten wollen, hat das seinen Preis. Den muss die Gesellschaft auch tragen, denn es ist in unser aller Interesse, dass die Kinder, die Steuerzahler von morgen, fit sind.“ Kurth versucht durch Kooperationen mit Kindergärten und Schulen gegenzusteuern, bietet Projekte an. Mit dem Prießnitzer „Kinderland“ zum Beispiel gibt es seit Jahren Angebote rund um die gesunde Ernährung, werden mal eine Quarkspeise, mal Kartoffelbrei vor Ort mit den Knirpsen zubereitet. In der Grundschule im osterländischen Wintersdorf entsteht vierteljährlich sogar ein Fünf-Gänge-Menü für alle: „Da kochen wir einen ganzen Tag gemeinsam.“ Gute Resonanz findet auch die Unterstützung von Kinderfesten.

Nachfragen aus der Stadt Leipzig steigen

Über Jahre wusste Lars Kurth seinen Vater Wolfram, der 2016 starb, beratend an seiner Seite. Der ist älteren Geithainern ein Begriff als Leiter der HO-Gaststätte „Haus Altenburg“, des ersten Hauses am Platz im damaligen Kreis Geithain. „Von dem, was ich bei ihm lernte, zehre ich bis heute. Dafür bin ich ihm sehr dankbar“, sagt der Sohn. Ab 5 Uhr morgens herrscht in Kurths Küche an der Peniger Straße Hochbetrieb. Ab 9.30 Uhr starten die Kuriere mit den Portionen. „Wir haben hier eine Menge investiert, haben auch nicht so üppige Jahre gemeistert.“ Inzwischen aber laufe der Betrieb stabil. Und dass sich die Nachfragen von Kindergärten und Krippen auch aus Leipzig-City häuften, sagt Lars Kurth, nehme er gern als Bestätigung.

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