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Geithain Unabhängige Wähler in Bad Lausick überlegen
Region Geithain Unabhängige Wähler in Bad Lausick überlegen
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16:07 27.05.2019
Bad Lausick ist anerkannter Kurort. Die Freien Wähler wollen hier Sachpolitik machen. Quelle: Thomas Kube
Bad Lausick

Will man bei der Wahl zum Bad Lausicker Stadtrat zwei Gewinner benennen, dann sind das die AfD und die Unabhängige Wählervereinigung (UW): Die AfD verdoppelte die Zahl ihrer 2014 errungenen Sitze auf nun vier. Die UW ist ebenso in verdoppelter Stärke vertreten – mit künftig sechs Sitzen. Die mit Abstand meisten Stimmen auf seine Person vereinen konnte Tim Barczynski (Linke), hinter dessen Namen 1720 Kreuzchen gemacht wurden.

Erste Vorstellung zur Arbeit im Stadtrat

Die alters- und beruflich bedingte Mischung habe es wohl gemacht, kommentierte Bernd Neitsch den Erfolg der Unabhängigen. Der Mann, der bis 2014 schon einmal Stadtrat war, verhehlte nicht, ein bisschen überrascht zu sein. „Wir wollen Sachpolitik für Bad Lausick machen. Wir lassen uns keine Themen aufzwingen, die nichts mit unserer Stadt zu tun haben“, sagte er mit Blick auf die AfD-Fraktion: „Es wird wohl etwas ruppiger werden, davon gehe ich aus.“

Der Stadtrat von Bad Lausick

Unabhängige Wählervereinigung (UW) (31,7 Prozent):

Matthias Pfaff 654 Stimmen

André Kipping 564

Gabriele Heibutzki 451

Bernd Neitsch 448

Daniel Goldmann 469

Christoph Lange 402

CDU 22,4 Prozent:

Udo Goerke 1001

Marko Krötzsch 615

Andreas Großmann 516

Mark Wegewitz 230

Die Linke 17,7 Prozent:

Tim Barczynski 1720

Gerd Heinze 227

Sieglinde Schneider 191

AfD 22,4 Prozent:

Stefan Meißner 1030

Horst Juhlemann 401

Christian Hagmaier 226

Hans-Jürgen Kupfer 285

SPD 5,8 Prozent:

Peter Hense 395

CDU kündigt Auseinandersetzung mit AfD an

Das Abschneiden der CDU „wird, denke ich, nicht dem gerecht, was wir in den letzten fünf Jahren als Fraktion geleistet haben“, sagte Fraktionschef Udo Goerke. Statt mit sieben ist seine Partei nur noch mit vier Abgeordneten vertreten. Man wolle versuchen, an der bisher praktizierten Sachpolitik festzuhalten, „aber wenn Herr Juhlemann auf Wurst-Niveau zurückfällt, darf er weiter mit unserem Widerstand rechnen“, so sein Kommentar mit Blick auf einen rassistischen Ausfall gegen die Werbung eines Wurstherstellers, der Juhlemann im vergangenen Jahr bundesweit in die Schlagzeilen brachte. 2014 hatte die AfD in der Kurstadt Stimmen für zwei Sitze geholt, aber nur einen Kandidaten nominiert, weshalb ein Sitz leer blieb.

Alle Linken Bewerber schaffen Einzug ins Parlament

„Wir werden das Beste draus machen“, kommentierte Tim Barczynski das Wahlergebnis. Für die Linke sei es mit drei Sitzen bei drei Bewerbern „eine Punktlandung“. Was die künftige Arbeit im Stadtrat betreffe, müsse man erst einmal Tuchfühlung aufnehmen.

Stefan Meißner (AfD) kam mit 1030 Stimmen auf Rang zwei noch vor Udo Goerke (1001 Stimmen). Das angefragte Statement zur künftigen Kommunalpolitik ging bis Redaktionsschluss nicht ein.

Von Ekkehard Schulreich

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