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Geithain Zehn neue barrierefreie Bauprojekte im Landkreis Leipzig
Region Geithain Zehn neue barrierefreie Bauprojekte im Landkreis Leipzig
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09:59 18.02.2019
Zugang ohne Treppen – darum geht es beim Förderprogramm Lieblingsplätze für alle. Quelle: ZB
Landkreis Leipzig

„Lieblingsplätze für alle“ heißt ein Förderprogramm für barrierefreies Bauen, das der Landkreis Leipzig seit 2014 nutzt. „Wir haben damit bisher 54 Maßnahmen mit rund einer Million Euro unterstützen können“, sagte Sozialamtsleiterin Karina Kessler.

Der Ausschuss für soziale Infrastruktur hat jetzt zehn neue Bauprojekte für dieses Jahr bewilligt. 216.000 Euro fließen dafür. Pro Maßnahme dürfen maximal 25.000 Euro beantragt werden.

Den Zuschlag für den Bau barrierefreier Zugänge erhielten:

der DRK-Kreisverband Muldental für einen Veranstaltungsplatz in der Wurzener Wohnanlage Eilenburger Straßedie Gemeinde Großpösna für eine WC-Anlage am Störmthaler See – die Gemeinde Lossatal für ein Gemeinschaftshaus in Kleinzschepa – die Stadt Geithain für ein Dorfgemeinschaftshaus in Rathendorfdie Kirchgemeinde Lobstädt-Neukieritzsch für die Kirche in Lobstädtdie Kirchgemeinde Naunhof für eine Lautsprecheranlage für schwerhörige Menschen in der Kirche – der Domstift Wurzen für den Dom – die Stadt Naunhof für den Weg im Park Lange Straße/Gartenstraßeder Sportverein Frisch Auf Wurzen für die Tribüne auf dem Sportplatz – die Stadt Geithain für einen mobilen Schwimmbadlift

Bewerben dürfen sich dafür Betreiber – auch Mieter und Pächter – von öffentlich zugänglichen Einrichtungen, die Angebote für Behinderte verbessern oder einrichten wollen. Dazu zählen Seniorenbegegnungsstätten, Bibliotheken, Museen, Sportstätten, Freibäder und Arztpraxen. Für dieses Jahr gingen im hiesigen Landkreis zwölf Anträge ein, wovon zehn bewilligt wurden.

Fördersumme liegt bei rund 200.000 Euro pro Jahr

Das Fördergeld aus Dresden wird jetzt abgerufen, dann können die Bauprojekte starten, so die Amtsleiterin. In der Regel liegt die Fördersumme bei rund 200.000 Euro pro Jahr. Manchmal aber auch deutlich darüber – wenn der Landkreis nicht abgerufenes Fördergeld aus anderen Töpfen nutzen kann. „In einem Jahr erhielten wir sogar zusätzlich 130.000 Euro“, so Kessler.

Bei der Auswahl der Projekte ist auch der Kreisbehindertenrat beteiligt. Generell werde darauf geachtet, dass möglichst viele Kommunen bedacht werden, anstatt drei Maßnahmen in einem Ort zu fördern.

Anträge für 2020 können ab sofort gestellt werden

Für 2020 können ab sofort neue Anträge gestellt werden. Die Unterlagen stehen online auf der Homepage des Sozialamtes. Interessenten können aber auch anrufen unter Telefonnummer 03433/241-2100 und sich die Unterlagen zuschicken lassen.

Seit langem macht sich unter anderem die „Aktion Mensch“ für Barrierefreiheit stark. Dies nutze „Menschen mit und ohne Behinderung, Senioren, Kindern, Eltern und Menschen, die nur vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind“. So würde ein Aufzug Eltern mit Kinderwagen, alten und gehbehinderten Menschen gleichermaßen helfen.

Aktion Mensch: Auch Nicht-Behinderte geht dieses Thema an

Die Aktion betont, dass auch Menschen ohne Behinderung dieses Thema angeht, weil sie irgendwann womöglich selbst darauf angewiesen sind. Tatsache sei, dass nur vier Prozent aller Behinderungen angeboren sind. In den allermeisten Fällen würde eine Krankheit die Behinderung auslösen, auch Unfälle könnten eine Ursache sein.

Zudem gehen Alter und Behinderung oft einher: Gut ein Viertel der Menschen mit Schwerbehinderung sei 75 Jahre und älter. Diese Fakten seien ein Grund mehr, sich für ein Leben ohne Barrieren stark zu machen, so die Aktion Mensch.

Von Claudia Carell

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