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Geithain Zeit ist reif für Großes: Glasten will Parthenfest zurück
Region Geithain Zeit ist reif für Großes: Glasten will Parthenfest zurück
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15:20 02.01.2019
Winterstimmung an der Parthenquelle. Quelle: Kur GmbH
Bad Lausick/Glasten

Wenn man den Deutschen ein besonderes Verhältnis zum Wald zusagt, dann trifft eins in selber Weise zu: Die Glastener fühlen sich mit der Parthe verbunden. Dem kleinen Fluss, der im nahen Glastener Forst entspringt, das Dorf durchzieht und in Leipzig in die Weiße Elster mündet. Dass es im Dorf einen Parthenverein gibt, verwundert nicht. Parthenfeste zogen viele Jahre Gäste aus der gesamten Region an. Die in den vergangenen Jahren versiegten Feste will der Verein neu beleben. Vor allem aber will er gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst dafür sorgen, dass der Ursprung des Flüsschens mehr gepflegt und besser ausgeschildert wird.

2001 wurden Heimat- und Parthenverein gegründet

„Die Parthenquelle und die Mutterbuche – das waren die Ziele, die die Glastener ansteuerten, wenn sie mal einen freien Tag hatten“, sagt Andreas Dathe, Ortsvorsteher und Vorsitzender des Glastener Heimatvereins. Auch die Schule und der Kindergarten, als es sie im Dorf noch gab, zogen regelmäßig hinaus an die im Wald gelegene Quelle. Mehrere der Parthenfeste habe man sogar dort vor Ort gefeiert mit großen Besucherzuspruch: „Wann das genau war, weiß keiner mehr so richtig, irgendwann in den siebziger Jahren.“ Später kümmerte sich die Glastener Ortsgruppe des Vereins Sächsischer Heimatschutz um die Organisation dieser Feste, dann schon im Dorf. 2001 wurde mit der Gründung von Heimatverein und Parthenverein ein neuer Rahmen gefunden und so etwas wie eine Arbeitsteilung.

Über Jahre gehörten Wettkämpfe der Feuerwehren zum Parthenfest. Quelle: Jens Paul Taubert

„Seit jeher halten wir das Umfeld der Parthenquelle ein bisschen in Schuss“, sagt Michael Haase, der den Parthenverein nach einer personellen Verjüngung und Verstärkung seit 2015 leitet. In Abstimmung mit Sachsenforst habe man das Laub aus dem Quellteich geholt, den Überlauf repariert, die Nistkästen an den Bäumen ringsum betreut – auch ohne Vertrag. Die Quelle gehöre zu Glasten. Nicht zuletzt deshalb, weil das Dorf von ihr sein Wasser bezog. Künftig wolle man sich wieder intensiver um diesen Platz kümmern, denn: „Zu tun ist immer was.“ Und wenn der Radweg, der Grimma und Borna via Bad Lausick und Glasten, nun Stück für Stück gebaut wird, sollten die Ausflügler auch einen lohnenden Abstecher zur Quelle machen können.

Parthenquelle soll touristischer Anziehungspunkt werden

„Die Aufwertung des Umfeldes um die Quelle ist klares Ziel für 2019“, sagt Forstdirektor Andreas Padberg, der sich über die Zusammenarbeit von Staatsbetrieb und Verein freut. Sachsenforst werde die Informationstafeln, Bänke, Geländer und anderes überarbeiten, der Verein sich um die Pflege dessen kümmern. „Erneuern wollen wir gemeinsam mit den Kommunen Colditz und Bad Lausick die Ausschilderung der Wege.“ Das betreffe die Parthenquelle, aber auch andere Anlaufpunkte wie den Weißen Stein und den Jägerstein.

Im nächsten Jahr werde es nach mehreren Jahren wieder ein Parthenfest geben, blickt Michael Haase voraus. In den vergangenen drei Jahren habe man etwas kleinere Brötchen gebacken, habe ein gut angenommenes Seifenkisten-Rennen initiiert. Die Zeit sei aber reif für etwas Größeres: Das Parthenfest, das ein Wochenende dauere, könnte künftig im Wechsel mit dem nur eintägigen Seifenkisten-Spektakel stattfinden.

Von Ekkehard Schulreich

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