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Grimma Trebsen feiert im September 20. Geburtstag der Highland Games
Region Grimma Trebsen feiert im September 20. Geburtstag der Highland Games
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14:23 12.08.2019
Uwe Schimmel ist seit 20 Jahren Kopf und Herz der Highland Games im Muldental. Quelle: Frank Schmidt
Trebsen

Am dritten Septemberwochenende (13. bis 15. September) finden in Park und Schloss Trebsen die Talisker Highland Games statt. Für Cheforganisator Uwe Schimmel gebührender Anlass, in einem spannenden Buch über die inzwischen 20-jährige Geschichte der Schottenspiele hierzulande zu blättern. Zwölf Jahre davon hat die Gemeinde Machern daran mitgeschrieben, denn dort begann die Erfolgsgeschichte. Doch auch die Stadt Trebsen, und hier insbesondere der Förderverein Rittergut hat sich mit einem eigenen achtjährigen Kapitel eingebracht. Was dazu führte, dass die Muldestadt das Jubiläum der Talisker Highland Games nutzt, mit dem schottischen Blackford bei Edinburgh eine Städtepartnerschaft zu besiegeln.

Doch zurück zu den Wurzeln der Schottenspiele in Sachsen. „Ich denke sehr gerne an die allerersten Jahre zurück, als das Fest noch nicht so groß war. Da stand einzig der Spaßfaktor im Vordergrund“, sagt Schimmel. Folglich sei die Organisation auch viel überschaubarer gewesen. „Damals gab es eben noch keine klaren Teilnehmer- und Wettkampfregeln. Und es gab auch kein regelmäßiges Training beispielsweise für Feuerwehrmannschaften, die in der Arena ihre Kräfte gemessen haben und zwischendurch statt Wasser eben Guinness getrunken haben. Das war eben alles nicht so bierernst.

In Schloss und Park Machern begann die Erfolgsgeschichte der Highland Games, die nun in Trebsen als "Das Original" ihr 20-jähriges Jubiläum feiern. Quelle: Frank Schmidt

Mit den Jahren wächst das Risiko

Und wir als Veranstalter hatten noch viel mehr Möglichkeiten und Zeit gehabt, das Fest zu genießen“, blickt Schimmel zurück. Wohl wissend, dass es ein Zurück nicht geben kann. „So schön das alles auch war, aber im Laufe der Jahre sind die Highland Games gewachsen – organisatorisch und wirtschaftlich. Das kann man nicht alles wieder auf Anfang stellen.“ Auf der anderen Seite freut sich Schimmel darüber, dass diese Schottenspiele mit ihrer Größe und Bekanntheit auch zum Alleinstellungsmerkmal für die Region geworden sind.

Das war vor genau zehn Jahren - drei echte schottische Tenöre treten in Machern zum zehnjährigen Jubiläum der Highland Games auf. Quelle: Frank Schmidt

„Etwas Vergleichbares gibt es weit und breit nicht“, ist sich Schimmel sicher. Durch die Highland Games im Muldental habe sich deutschlandweit eine Szene entwickelt und etabliert, die dazu geführt hat, dass inzwischen überall solche Spiele stattfinden. „Dieser Trend ist einzig uns auf den Schottenrock, respektive die Schottenfahnen zu schreiben“, lässt Schimmel daran keinen Zweifel. Auch deshalb tragen nur die Highland Games in Trebsen mit Stolz den Stempel „Das Original“.

Veranstalter kommen an ihre Grenzen

Ein Blick hinter die Kulissen offenbare aber auch, dass mit der immer größer gewordenen Organisation die Kosten und das Risiko gewachsen sind. „Schließlich steht da keine große und starke Wirtschaftsmacht hinter den alljährlichen Veranstaltungen, die ein paar Tausend Euro Verlust eher verkraften könnte, wenn die Zuschauer beispielsweise witterungsbedingt ausbleiben. Nein, das war und ist nur ein kleiner Verein, nämlich der Kulturverein Machern damals und der Förderverein Rittergut Trebsen heute“, weitet Schimmel den Blick. „Von Jahr zu Jahr gehen wir an unsere physischen und psychischen Grenzen, wenn wir das schon lange voraus organisatorisch mit nur wenigen und teils ehrenamtlich Leuten im Verein stemmen müssen“, betont Schimmel.

Ob einst in Machern oder nun in Trebsen - Tausende Besucher werden seit zwei Jahrzehnten von den Highland Games magisch angelockt - wenn das Wetter mitspielt. Quelle: Frank Schmidt

Und wenn er nur an das elfte Jahr der Highland Games zurückdenkt, wo die Veranstaltung damals noch in Machern buchstäblich im Regen untergegangen war, dann hege man schon mal den Gedanken vom Aufhören. „Das hatte uns finanziell mächtig reingerissen“, bedauert Schimmel. Der Machener Park erwies sich danach als ungeeignet. Es sei denn, man hätte ihn melioriert. Aber dafür sei weder das Geld noch die Bereitschaft seitens der Gemeinde vorhanden gewesen.

Alternative erweist sich als Erfolg

Weshalb man sich nach einer Alternative umsehen musste, die sich in Trebsen fand. „Und deshalb können wir nun das 20-jährige Bestehen der Talisker Highland Games feiern“, freut sich Schimmel schon auf die Jubiläumsausgabe am dritten Septemberwochenende in Park und Schloss Trebsen.

Von Frank Schmidt

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